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177. Sitzung
Freitag, 18. September 202019. Wahlperiode, 177. SitzungGleichberechtigung sicherstellen – Gleichstellung beenden
13 VermerkeReaktionswert: hoch392 Wörter Im Protokoll lesen

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte ein paar Worte zu dem aktienrechtlichen Teil des Antrags verlieren, den die AfD gestellt hat. Die Begründung, die wir da von der AfD gehört haben, es gehe um einen Kampf der Geschlechter, hat mir fast die Sprache verschlagen. Ich dachte, ich sitze im falschen Film. Da merkt man, worum es geht: Hier wird sozusagen Klassenkampf als Geschlechterkampf und all dies gleichgesetzt. Unerträglich!

Beifallbei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD, der FDP, der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN

Dann habe ich mir gesagt: „Eigentlich kann man dazu gar nichts sagen“, und mich gefragt, ob ich mich hier drei Minuten hinstellen sollte, um zu schweigen oder zu sagen, was man Ihnen sagen muss, nämlich – nichts.

Sehr schwache Rede, wenn Sie keine Argumente haben!

– Dazu komme ich gleich, keine Sorge! – Dann überlegt man sich natürlich, ob es doch bessere Vorschläge gibt.

Zunächst einmal: Sie wollen all die Quoten, die auch im Aktienrecht sind, wieder abschaffen. In der Tat, es gibt Diskussionen über die Frage, ob die Quote weiterführt oder nicht. Aber es geht Ihnen gar nicht um die Abschaffung der Quoten.

Weil das alles Schwachsinn ist!

Es geht Ihnen darum – die Kollegin Schauws hat es gesagt –, das Rad zurückzudrehen.

Zurufder Abg. Beatrix von Storch [AfD]

Ich sage Ihnen: Da machen wir nicht mit.

Beifallbei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN
Widerspruchbei Abgeordneten der AfD

– Sie müssen lauter schreien, damit es im Protokoll drinsteht.

Beifalldes Abg. Friedrich Straetmanns [DIE LINKE]

Sie schreiben: Abschaffung der Quote, es solle nur um Eignung gehen. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

Gehen Sie doch zu den Grünen!

Was Sie doch meinen, ist: Frauen sind ungeeignet. – Sagen Sie es doch!

Beifallbei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD, der FDP, der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN
Lachendes Abg. Jürgen Braun [AfD]

Aber das trauen Sie sich nicht zu sagen.

Weil Sie hier immer glauben, Sie sprechen für alle, möchte ich Ihnen etwas mitgeben, was ich vor einer Stunde drüben auf einer Tagung mitgenommen habe. Da haben wir über die wirtschaftsrechtlichen Entwicklungen gesprochen, und wir haben – die Kollegin Bauer hat es gerade schon gesagt – über den Vorschlag von Verena Pausder – #stayonboard – gesprochen, wie Frauen – das gilt im Übrigen auch für Männer – Familie und Beruf in Vorstandspositionen – ich sage ganz allgemein: in leitenden Positionen – besser miteinander vereinbaren können. Ich kann Ihnen sagen, wie die Zustimmung zu dieser Frauenförderung war: Sie lag bei über 95 Prozent.

Beifallbei Abgeordneten der SPD und der Abg. Nicole Bauer [FDP]

Ich kann nur sagen: Das ist genau der Satz, mit dem dieses Plenum über Ihre Anträge abstimmen sollte: wegstimmen. Dann sind Sie unter 5 Prozent. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, meine Damen und Herren!

Beifallbei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN

Und die letzte Minute schenke ich meiner Kollegin Launert, weil sie eine Frau ist.

Herzlichen Dank.

Beifallbei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD, der FDP, der LINKEN und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN
Heiterkeit

Ich hatte es befürchtet!

Letzte Rednerin in dieser Debatte ist die Kollegin Dr. Silke Launert, CDU/CSU-Fraktion.

Beifallbei der CDU/CSU

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