Tagesordnungspunkt 29 · 19. Wahlperiode
Bundestagsdebatte vom 18. September 2020 · 177. Sitzung
Der Reaktionswert ist eine Heuristik aus protokollierten Zwischenrufen, Lachen, Kommentaren und Zwischenfragen. Er misst weder Qualität noch politische Bedeutung.
Die Ausschnitte dienen der Orientierung. Der Permalink öffnet den vollständigen, maschinell strukturierten Wortlaut.
1. Rede · Melanie Bernstein · CDU/CSU
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich finde es an sich erfreulich, dass sich die AfD in gleich drei Vorlagen so intensiv Gedanken zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern macht. Was man aber in den Vorlagen liest, passt dann doch wieder zu dem, was die Kollegen sonst so zum Thema Frauen zu sagen habe
2. Rede · Nicole Bauer · FDP
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Drei Initiativen beschert uns am heutigen Freitagnachmittag die AfD mit dieser Debatte. Sie spielt sich dabei als „Apostel der Gleichberechtigung“ für Männer und Frauen auf. Dabei zeigen Sie eigentlich in allen drei Initiativen, dass Sie erstens überhaupt ni
3. Rede · Doris Achelwilm · Die Linke
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Gerade die Fraktion, die hier mit einer Männerquote von 90 Prozent sitzt, findet, dass Frauen mehr wollen oder bekommen, als ihnen zusteht. Das ist einfach nur peinlich. Schauen Sie sich einfach einmal um, statt Kampagnen gegen Gleichstellungsbeauftragte und sogenannte Qu
4. Rede · Ulle Schauws · BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Was wir hier wiederholt im Bundestag erleben, ist der plumpe Versuch, das Rad in Sachen Gleichstellung zurückzudrehen. Diese Manöver der AfD werden niemals erfolgreich sein; denn Frauen haben durch ihren jahrhundertelangen Kampf um Gleichberechtigung und Tei
5. Rede · Heribert Hirte · CDU/CSU
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte ein paar Worte zu dem aktienrechtlichen Teil des Antrags verlieren, den die AfD gestellt hat. Die Begründung, die wir da von der AfD gehört haben, es gehe um einen Kampf der Geschlechter, hat mir fast die Sprache verschlagen. Ich dachte, ich sitze im falschen F
6. Rede · Marc Jongen · AfD
Vielen Dank, Herr Präsident, dass Sie die Kurzintervention gestatten. – Frau Dr. Launert, könnte es sein, dass Sie einen kleinen Denkfehler in Ihrer Rede gemacht haben? – Natürlich nicht. Aber ich will es Ihnen erklären. Sie sagen: 70 Prozent der Vorstände sagen, sie wollten keine Frauen, Quote null, und Sie schließen
7. Rede · Silke Launert · CDU/CSU
Ich habe das ja selbst erlebt. Deshalb: Es ist gut, wenn Leute, die selbst betroffen sind, über etwas sprechen. Das ist wie bei den Migranten. Nichtmigranten sagen teilweise: Kein Migrant wird diskriminiert. – Wenn man Migranten begleitet, dann erlebt man vielleicht, dass es doch auch mal Diskriminierungen gibt. So ähn
8. Rede · Marc Jongen · AfD
Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Im Jahr 1999 fasste die damalige rot-grüne Bundesregierung den Kabinettsbeschluss, die Gleichstellung – sehr wohl zu unterscheiden von Gleichberechtigung – von Männern und Frauen als durchgängiges Leitprinzip in allen Politikbereichen durchzusetzen, gleichzeitig und eng verknüpft mit
9. Rede · Marc Jongen · AfD
Das ist auch im Sinne all der Frauen, die aufgrund ihrer Leistung ihre gesellschaftliche Position innehaben. Vielen Dank. Als nächste Rednerin hat die Kollegin Melanie Bernstein, CDU/CSU-Fraktion, das Wort.
10. Rede · Mechthild Rawert · SPD
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauende und Zuhörende! Das Grundgesetz verpflichtet den Staat in Artikel 3 Absatz 2, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern durchzusetzen und aktiv Benachteiligungen zu beseitigen. Als auf dem Boden des Grundgesetzes stehende Demokratinnen u
11. Rede · Mechthild Rawert · SPD
Ja. – Es geht nicht nur um einen formalen Missstand. Mehr Frauen im Bundestag und mehr Frauen in Vorständen und Führungspositionen heißt auch – –
12. Rede · Mechthild Rawert · SPD
– mehr Vielfalt an Erfahrungen und Sichtweisen im Parlament und in den Unternehmen. Packen wir es daher an! Danke schön.
13. Rede · Silke Launert · CDU/CSU
Sehr schade, dass ich die nicht bekomme.
14. Rede · Silke Launert · CDU/CSU
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Voranschreiten, gestalten, entscheiden, das ist das, was immer mehr Frauen in diesem Land wollen. Und es gibt sie, die Frauen in Führungspositionen, in oberen Bundesbehörden und Konzernen, die Familienunternehmerinnen, die den
15. Rede · Silke Launert · CDU/CSU
Nicht mehr um diese Zeit. Ich muss zum Zug; es tut mir leid. Natürlich ist es ein Drahtseilakt, wenn man Quoten hat; denn das ist ein Eingriff in das ausgeübte Gewerbe, ein Eingriff in das Eigentumsrecht. Aber ob das ein Eingriff ist, ist nicht die Frage. Wir haben in unserer Verfassung ständig Eingriffe, auch in Grund
16. Rede · Silke Launert · CDU/CSU
Nein, ich habe schon geantwortet: Ich muss echt zum Zug. – Das heißt, ich habe einen anderen Wert in der Verfassung, der da heißt: Ich möchte strukturelle Nachteile überwinden, ich möchte Frauen fördern. – Das heißt, es gibt das Recht „Ich bestimme selbst als Unternehmer“ und einen Auftrag „Ich fördere Frauen“, und hie
17. Rede · Silke Launert · CDU/CSU
Aber der Förderauftrag ermöglicht eine Stärkung, damit ich mehr Chancen habe, wenn ich strukturelle Nachteile habe. Und wenn ein Gremium, das nur mit Männern besetzt ist, sagt: „Unser Ziel ist null Frauen“, tut mir leid, dann ist eindeutig, dass es da ein Problem gibt.
18. Rede · Silke Launert · CDU/CSU
Wir wollen mehr Frauen, die voranschreiten und gestalten. Es wäre ein großer Fehler, wenn man auf das Potenzial dieser Frauen verzichtet. Vielen Dank. Der Kollege Dr. Jongen meldet sich zu einer Kurzintervention, die ich gestatte.