Aussagen von Gerhard Schröder, glaube ich, muss ich hier nicht kommentieren, auch nicht im Namen der Bundesregierung.
Für die Bundesregierung ist wichtig, dass aufgrund der Erkenntnisse, die wir haben, davon auszugehen ist, dass die Verwendung dieses Giftstoffes, der schon einmal verwandt worden ist, nämlich in Salisbury, auf russischem Territorium stattgefunden hat, und deshalb für uns keine andere Erklärung plausibel ist, dass das nicht in irgendeiner Weise auch in der Verantwortlichkeit von welchen Stellen auch immer in Russland geschehen ist.
Das ist kein Gerichtsprozess, es gibt keine Beweiserhebungsmöglichkeiten und schon gar keine Möglichkeiten, diese dann auch durchzusetzen. Deshalb haben wir die russische Seite sehr oft aufgefordert, ihre Beiträge vielleicht etwas mehr zu qualifizieren und auf den Tatbestand abzustimmen. Das kann nur in Russland selber aufgeklärt werden. Und wenn es, wie von der russischen Seite behauptet, keine Involvierung russischer Stellen gibt, dann wäre es auch sinnvoll, Informationen darüber zu bekommen, die das belegen oder die uns einen Hinweis geben könnten, welche Stellen auch immer daran beteiligt sind.
Alle Indizien, die wir haben, sprechen aber dafür, dass hier Russland Erklärungsbedarf hat, und solange dieser Erklärungsbedarf nicht erledigt wird, stellen wir uns auch die Fragen: Wieso? Weshalb? Warum? Und deshalb werden wir auch nach den Ergebnissen, die die OVCW vorgelegt hat, jetzt mit unseren europäischen Partnern darüber sprechen, wie die Reaktion der EU darauf aussehen kann.