Ich hoffe, dass ich die gleiche Zeit zur Verfügung habe.
Mimimi!
Gleich in der Opferrolle!
Ich kann zunächst nur feststellen auf Ihre Reaktion, verehrte Kollegin Roth: Getroffene Hunde bellen.
Oh Gott! Fällt Ihnen nicht mehr ein?
Und Sie sprechen von unteilbaren Menschenrechten.
Im Gegensatz zu Ihnen kennen wir uns damit aus!
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie das auch tatsächlich umsetzen würden.
Ich frage Sie: Haben Sie den iranischen Parlamentspräsidenten Laridschani mit ausgestreckten Armen freudestrahlend begrüßt, wie das in verschiedenen Zeitungen geschildert wurde? Haben Sie mit dem iranischen Botschafter „High five“ ausgetauscht, kumpelhaft?
Das hatten wir alles schon! Fällt Ihnen nichts anderes ein?
Ist das notwendig – um Diplomatie zu pflegen –, dass man sich diesem islamischen Regime so unterwirft?
Ist das notwendig, dass man sich kumpelhaft gibt mit den Diktatoren dieser Welt? Ist das so erforderlich? Ist das Einsatz für Menschenrechte?
Ist Ihnen gar nichts Neues eingefallen, Herr Braun?
Ich finde es unglaublich, diese unerträgliche Heuchelei, die hier herrscht,
von den Grünen, die 1979 gejubelt haben – genauso wie viele andere deutsche Linke –, als Chomeini die Macht ergriffen hat.
Wie war es denn in Syrien, bei den Besuchen?
Und Sie waren ruhig, als die bürgerlichen Oppositionellen hingerichtet worden sind. Sie haben geschwiegen. Sie haben abgelenkt davon.
Im Gegensatz zu Ihnen hat Omid Nouripour dort gelebt!
Sie haben sich nicht um die Menschenrechte gekümmert. Ich finde das beschämend. Aber ich finde es sehr gut, dass Sie sich zu Wort gemeldet haben, Frau Roth. Damit kann jeder sehen, wie die Realität in unserem Land ist, wer zu den Menschenrechten steht und wer nicht. Wir kämpfen für die Menschenrechte überall auf der Welt, auch in islamischen Ländern.
Das sieht man ja!
Wer war denn auf der Krim und in Syrien?
Die Erde ist eine Scheibe, Herr Braun!
Wir fahren jetzt in der Debatte fort. Das Wort hat die Kollegin Josephine Ortleb für die SPD-Fraktion.