Herr Kollege Houben, ich kann diese Feststellung nicht teilen. Wir haben, was die Soforthilfen angeht, die im März beschlossen worden sind und zum 1. April gegriffen haben, in kürzester Zeit mit allen 16 Bundesländern dieses Programm umgesetzt. Es sind knapp 2 Millionen Anträge bewilligt worden, und es wurden 13 Milliarden Euro ausgezahlt. Das hat sehr, sehr vielen mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmern geholfen, ihre Existenz zu sichern. Das war ein großer Erfolg und wird von den Betroffenen übrigens auch heute noch so gesehen.
Zweitens. Bei den Überbrückungshilfen war das Ziel – ich habe es in meiner Einleitung gesagt –, die Hilfe auf diejenigen zu konzentrieren, die besonders hohe Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatten und besonders hohe Fixkosten haben, und dazu beizutragen, dass sie mit dieser Hilfe die nächsten Wochen und Monate überstehen. Wir haben etwa 125 000 Anträge auf Überbrückungshilfe; wir haben bislang 1,5 Milliarden Euro genehmigt, bis zum Ende des Jahres werden es etwa 5 Milliarden Euro sein. Das hängt auch damit zusammen, dass viele Unternehmer aufgrund der besseren wirtschaftlichen Entwicklung keinen Antrag gestellt haben, etwa die Unternehmen, die durch die Außengastronomie ihre Umsätze in einer positiven Weise entwickeln konnten. Wir verbessern die Überbrückungshilfe regelmäßig, werden sie über den 1. Januar 2021 hinaus verlängern und inhaltlich noch einmal ausweiten.