Vielen Dank für Ihre Frage. – Ich habe Ihren Antrag gelesen, weil ich Anträge von demokratischen Fraktionen immer lese; das gehört sich so.
Lieber Herr Kollege, ich rede jetzt gerade über den Pkw. Da müssen Sie schon richtig zitieren. Denn Daimler hat eine Industrieentscheidung getroffen. Sie haben sich beim Wasserstoff aus dem Pkw-Bereich zurückgezogen und gehen in den Lkw-Bereich; denn dort macht es auch Sinn.
Die Klimakrise ist so fortgeschritten, Herr Kollege – ich glaube, das kann ich hier im Namen von allen sagen –, dass wir auf nichts verzichten können. Wir werden jede Technologie brauchen, aber wir brauchen nicht jede Technologie überall. Wir müssen sie dort einsetzen, wo sie unter ökonomischen, ökologischen Kostengesichtspunkten Sinn macht.
Das ist schlichte Ökonomie. Das kann man doch wissen, wenn man bei der FDP ist und sich gelegentlich mit Marktwirtschaft beschäftigt.
Ich nenne Ihnen ein anderes Unternehmen – es geht nicht nur um die OEMs, sondern es geht auch um die Zulieferer –: Dettingen an der Erms, 6 Kilometer entfernt von Bad Urach, ElringKlinger, Chef Stefan Wolf, der auch Chef von Südwestmetall ist. Er hat schwierige Transformationen zu meistern.
Den beneide ich nicht um seine Aufgabe. Aber er geht mutig voran und sagt: Ich gehe in den Wasserstoff zusammen mit Airbus. Denn im Flugzeug macht es natürlich Sinn; da werden wir mit batteriebetriebener Elektromobilität nicht vom Fleck kommen.
Nochmals: Wir brauchen alles, aber wir brauchen nicht alles überall. Darum geht es. Das kann man doch verstehen; so kompliziert ist es nicht.