Ich glaube, dass sich gezeigt hat, dass eine so globale Pandemie nicht von jedem Mitgliedsland allein bekämpft werden kann. Angesichts der Tatsache, dass durch die europäischen Verträge die Kompetenz für Gesundheitspolitik bei der Kommission sehr schwach ausgeprägt ist, war es richtig, eine Vielzahl von Koordinierungsprozessen unter Führung der Kommissionspräsidentin und der EU-Gesundheitskommissarin voranzubringen. Dazu gehört die Agentur ECDC, die heute sehr viel besser informiert, auch einheitlicher informiert. Am Anfang hatten wir zum Beispiel bei den Inzidenzbewertungen, bei der Ausweisung von Risikogebieten und bei vielen anderen Punkten ganz unterschiedliche Herangehensweisen. Das wird jetzt vereinheitlicht. Im Übrigen hat Deutschland, hat insbesondere dieses Haus durch die Anbindung an die Inzidenz von 50 Fällen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen maßgeblich dazu beigetragen. Ich glaube, wir sollten ECDC weiter stärken und sie zu einer Präventivagentur machen.