Ich bin auch Abgeordneter des Deutschen Bundestages, Herr Kollege. – Frau Präsidentin! Lieber Kollege Weiß, ich habe mich gemeldet, weil über Karl Schiewerling gesprochen wurde. Karl Schiewerling ist nicht Mitglied meiner Partei, sondern Ihrer. Ich will an die Kolleginnen und Kollegen der Linken sagen: Karl Schiewerling hat damals mit Andrea Nahles zusammen nicht allein auf Selbstverpflichtung gesetzt, sondern auf Gesetzesänderung. Ich bin mir sicher: Wenn der Kollege Schiewerling in diesem Haus wäre, dann hätte er an meiner Seite für dieses Gesetz gekämpft – das will ich mal sagen –, weil er jemand ist, der den Mut hatte, sich mit dieser Fleischlobby anzulegen, als es sich noch nicht bei allen rumgesprochen hat. Das sei mal ganz klar gesagt!
Ich will aber Jutta Krellmann und Peter Weiß – nicht nur der vorweihnachtlichen Stimmung wegen – eine Brücke bauen. Sie stimmen bei dem Gesetz zu – aus unterschiedlichen Gründen –, und ich bin dafür zutiefst dankbar. Denn eines machen wir als Deutscher Bundestag auch deutlich: Im Gegensatz zu dem, was Rechtspopulisten verbreiten, regieren in diesem Parlament keine Lobbyisten, sondern es gilt der Vorrang demokratischer Politik. Wir haben uns eben nicht beeindrucken lassen, als Lobbyisten versucht haben, nicht nur Einzelheiten des Gesetzes, sondern das gesamte Gesetz zu kippen.
Deshalb, Kollege Weiß, bin ich sehr dankbar, dass wir das hinbekommen haben. Die NGG und der DGB und Anja Piel als DGB-Vorstandsmitglied haben das begrüßt. Ich wollte das nur mal klarstellen im Sinne einer Zwischenbemerkung, um diese Brücke zu bauen. Also Danke an CDU/CSU, an Linke und an Grüne, dass Sie das alles mitmachen, was ich vorgeschlagen habe. Das wollte ich noch mal loswerden.