Wir haben mit dem Bundesgesundheitsminister, auch mit der Bundesärztekammer und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Liste der Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen und die dann auch Informationen teilen, verabredet. Man sieht in der Umsetzung, dass bei Weitem nicht alle Ärztinnen und Ärzte bereit sind, sich auf dieser Liste verzeichnen zu lassen, weil sie Sorge vor eventuellen Angriffen haben, wenn ihre Adressen öffentlich sind. Das ist das gleiche Problem, das Ärzte haben, wenn sie auf ihrer Homepage veröffentlichen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Ein jeder, der das veröffentlicht, muss auch Sorge vor Anfeindungen haben. Das ist eine Realität, auch eine traurige Realität.
Trotzdem – das ist ja gerade mein Punkt hier an dieser Stelle; wir haben dazu auch schon Gespräche mit dem Gesundheitsministerium geführt – muss man sich diese Liste kritisch ansehen und auch noch mal darüber sprechen. Wir haben eine Zusage, dass dort nachgearbeitet werden soll; das liegt ja in der Verantwortung des Gesundheitsministeriums. Trotzdem werden wir in dieser Lage die Situation haben, dass Ärztinnen und Ärzte sagen: Das wollen wir, das will ich als Arzt persönlich nicht. – Und damit müssen wir umgehen, und an der Stelle gibt es dann vielleicht doch noch mal rechtlichen Regelungsbedarf.
Eine Nachfrage zu dieser Frage stellt noch die Kollegin Bauer.