Danke sehr. – Frau Ministerin, an einer Stelle bin ich ja mit Ihnen einer Meinung: Ich wundere mich auch, wie manche meinen können, dass Boden- und Artenvielfaltsschutz eine Anfeindung gegenüber den Landwirten sei. Für mich sind das die Betriebsgrundlagen der Landwirtschaft. Wenn sie die nicht haben, wird es von den Betriebskosten her immer teurer, weil man andere Mittel einsetzen muss.
Meine Frage an Sie bezieht sich konkret auf Glyphosat. Sie loben in diesen – das habe ich in den Medien auch gelesen – Vereinbarungen jetzt den Ausstieg aus Glyphosat Ende 2023. Wo da das Positive ist, verstehe ich nicht ganz, weil Glyphosat doch sowieso nur bis Ende 2023 in der Europäischen Union zugelassen ist und die Zulassung überhaupt nur noch bis dahin eine Verlängerung bekam, weil damals Herr Schmidt als Agrarminister gegen die Vereinbarung der Koalition aus CDU/CSU und SPD und die Entscheidungsabläufe im Kabinett in Brüssel mit Ja gestimmt hatte. Wir wissen also: Glyphosat wird in Brüssel für die Zeit nach 2023 keine Verlängerung mehr bekommen. Wo ist jetzt das Besondere Ihrer Entscheidung, dass der Einsatz Ende 2023 zu Ende geht?