Deswegen habe ich ja nachgefragt, Herr Kollege, wenn ich mich auf die Flughäfen konzentriere: Auf der einen Seite fragen Sie, warum wir die Hilfen für die Airlines nicht an Verpflichtungen der Lufthansa geknüpft haben, und auf der anderen Seite wollen Sie – so verstehe ich das – kleinere Flughäfen schließen. Da arbeiten aber auch Menschen. Das steht für mich in einem Widerspruch.
Ich sage mal so: Wir wollen zum einen die Flughafeninfrastruktur in Deutschland und die Arbeitsplätze an den Flughäfen weiterhin erhalten. Wir sind zweitens natürlich auch mit den Airlines in Kontakt über Sozialstandards. Auch da wird es eine deutsch-französische Initiative geben; auch die Österreicher haben da eine Initiative gegen Dumpinglöhne und für bessere Sozialstandards. Diese Initiative werden wir auf europäischer Ebene starten.
Und natürlich sind wir mit der Lufthansa im Gespräch darüber, wie es nach Corona weitergeht. Bei einem Einbruch um 90 Prozent, bei einem solchen Minus muss man allerdings sagen: Dass wir da auch Diskussionen über Arbeitsplätze erleben werden, ist relativ logisch. Trotzdem: Wir wollen, dass wir in der Bundesregierung eine Lösung hinbekommen, um den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine Perspektive nach Corona zu geben, und werden alles dafür tun, dass diese Arbeitsplätze erhalten bleiben.