Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn jetzt hier im Raum steht, dass die Erwähnung des atomaren GAU, des Unfalls von Fukushima, und die Fokussierung darauf eine Verharmlosung gegenüber den anderen Schäden darstellt, gegenüber den Menschenopfern und den Tsunamischäden, die zu verzeichnen sind, dann muss ich sagen: Das ist einfach falsch. Diese Behauptung ist unwürdig gegenüber all den Opfern der Komplettkatastrophe.
Damit wollen Sie wieder nur vertuschen und die Folgeschäden der Atomenergie verharmlosen.
Wer vor ein paar Tagen den sehr aufschlussreichen Bericht im Ersten Deutschen Fernsehen gesehen hat, der noch mal daran erinnerte, was vor zehn Jahren passiert ist, der hat gesehen, dass dort auch der „Tagesthemen“-Reporter wiedergegeben wurde, der damals aus Tokio berichtet hat. Man hat ja zuerst auf die Folgen des Tsunamis geschaut. Aber in dem Moment, in dem klar war, was das mit den Atomreaktoren macht, lag der Fokus angesichts dieser Dramatik tatsächlich auf dieser Situation. Deswegen: Uns hier im Haus insgesamt zu unterstellen, dass man den Opfern nicht gerecht wird, ist einfach zynisch, und es lenkt wieder nur ab von den Fragen, die heute zu zehn Jahren Fukushima in der Tat anstehen.
Es ist schon anderweitig erwähnt worden: Es gibt viele Opfer, sowohl tsunamibedingt als auch aufgrund der Reaktorkatastrophe. Es gibt – –