Vielen Dank, Herr Präsident. – Frau Ministerin, Ihr Bericht klang ja ein bisschen wie aus einer anderen, besseren Zeit. Wie Sie wissen, ist die Lage an unseren Bildungseinrichtungen – nicht nur an den Schulen, sondern auch an den Hochschulen – zunehmend dramatisch. Seit einem Jahr hangeln wir uns von Lockdown zu Lockdown. Die Familien sind stark belastet. Wir hören von den Krisenzentren in Berlin, dass die Anzahl der jungen Menschen, die über Suizid nachdenken, steigt.
Meine Frage ist: Was tun Sie, was tut der Bund konkret – die Schulschließungen trägt der Bund ja mit; er treibt sie mit voran –, um unseren Schülern, unserer Jugend zu helfen, aus dieser Lage herauszukommen? Wir haben heute im Ausschuss gehört, dass jetzt, ein Jahr nach Beginn der Pandemie, offenbar Gespräche zwischen Ihnen oder Bund und Ländern begonnen worden sind.
Dazu frage ich konkret: Was ist Ihr Konzept für die Zeit bis zu den Sommerferien, damit dieses Schuljahr kein verlorenes Schuljahr wird? Wie viele Schulen wurden bereits bundesweit mit Luftfiltern ausgestattet? Wie hilft hier der Bund? Was ist Ihr Plan, um den bei den Schülern entstandenen Lernrückstand wieder aufzuholen? Es reicht ja nicht, ihn nur festzustellen, sondern wir müssen jetzt schon damit beginnen, ihn aufzuholen. Schließlich: Auch an den Hochschulen haben wir ein Problem. Die Studierenden gehen jetzt in das dritte Onlinesemester. Was tun Sie, damit auch an den Hochschulen der Lernrückstand aufgeholt werden kann?
Vielen Dank.