Ich bin seit Beginn der Pandemie mit meinen Wissenschaftsministerkollegen der Länder im direkten Austausch, weil wir uns natürlich immer kurzgeschlossen haben. Wir haben zum Beispiel auf diesem Weg besprochen: Wie geht es mit dem BAföG weiter? Wie geht es mit den finanziellen Sorgen weiter? Natürlich ist es jetzt im dritten Onlinesemester etwas anderes als im ersten. Ich habe ja gerade gesagt: Der Start der Onlinelehre an den Hochschulen war relativ gut, weil die Digitalisierung viel weiter war, weil sie viel mehr Möglichkeiten hatten. Es konnte über die ganze Zeit mehr als 75 Prozent der Lehre an den Hochschulen stattfinden. Auf der anderen Seite sind die Länder dazu übergegangen, nach dem ersten Komplett-Lockdown Bibliotheken wieder zu öffnen, auch wenn es natürlich eingeschränkte Öffnungen waren. Sie haben die Labornutzung entzerrt, haben Möglichkeiten geschaffen, Labortätigkeiten in kleineren Gruppen aufzunehmen. Auch Studienseminare finden jetzt unter der Möglichkeit des Testens schon wieder statt.
Es ist nicht so, dass in den Hochschulen alles geschlossen ist. Aber Sie haben natürlich recht: Viele Studierende sitzen zu Hause. Gerade die, die in den kleinen Studentenwohnungen sitzen, sind natürlich schon schwer betroffen, und darauf machen wir auch aufmerksam. Wir werden uns auch damit beschäftigen, wie wir gerade den Erstsemestern, die bisher noch nicht einmal die Möglichkeit hatten, die Hochschule kennenzulernen, ermöglichen, dies im Rahmen von Modellprojekten nachzuholen.