Herr Müller, da gebe ich Ihnen ja voll und ganz recht, dass Deutschland da ohne Weiteres intervenieren und auch Hilfestellungen geben sollte. Aber man sollte das dann auch ehrlicher der Öffentlichkeit vermitteln. Denn die Reformpartnerschaften, so wie Sie sie definieren, haben damit herzlich wenig zu tun.
Wir haben die Frauensituation oft angesprochen. Sie haben sie ebenfalls angesprochen, und zwar haben Sie in einer Presseerklärung zum Weltfrauentag bekundet: Frauen in vielen Entwicklungsländern tragen die Hauptlast der Arbeit, auf den Feldern, in Krankenhäusern oder in den Fabriken. Zugleich seien sie am stärksten von Armut betroffen. Das müsse man ändern.
Das sehe ich auch so. Aber wie erklären Sie, dass Ihr Haus seit Jahren, seit Anbeginn Ihrer Amtszeit, weniger als 2 Prozent in die gezielte Förderung von Frauen und Mädchen steckt? Da stagnieren Sie auf sehr, sehr niedrigem Niveau. Ihre Vorgänger waren in diesem Bereich da schon weiter.