Herr Kollege Kurth, finden Sie es wirklich richtig, jemanden, der 30 Jahre lang Minijobbeiträge bezahlt hat – bei einem Minijob mit einem Verdienst von derzeit 450 Euro zahlt der Versicherte selbst 3,56 Euro; das heißt 30 Jahre lang Monat für Monat 3,56 Euro –, mit jemandem, der regelmäßig höhere Beiträge bezahlt hat, sodass er mit diesen zumindest nach 30 Beitragsjahren eine Rente auf Grundsicherungsniveau erreicht hat, gleichzustellen? Dieser muss nämlich Beiträge in Höhe von mindestens 800 Euro im Monat zahlen, wenn nicht mehr. Na, 1 000 Euro muss er zahlen, wenn er das nach 30 Jahren erreichen will.
– Doch! Herr Strengmann-Kuhn, auch Sie schütteln mit dem Kopf. – Der muss fast 1 000 Euro zahlen, wenn er nach 30 Jahren auf eine Rente kommen will, die genauso hoch wie die Grundsicherung ist. Gut, jetzt kann man streiten, wie hoch die Grundsicherung sein soll, ob Sie sie bei 1 200 Euro ansetzen oder bei 700 Euro; so groß ist ja die Differenz in Deutschland. Von daher, Herr Kollege Kurth: Wenn Sie das als gerecht empfinden, bin ich Ihnen dankbar für diese Aussage. Wir werden dies im Wahlkampf sicherlich thematisieren.
In diesem Sinne: Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Aber vor allen Dingen zeigt die Debatte sehr deutlich: Die Rentenversicherung und die Alterssicherung der Bürger sind am besten bei der Union aufgehoben. Und daran sollten Sie sich alle orientieren.
– Doch, Marianne!