Nahezu alle Opfergruppen – zugegebenermaßen nicht komplett alle, aber fast alle – sind in die Verhandlungen einbezogen worden. Sie sind teilweise auch Mitglied der Verhandlungsdelegation gewesen.
Es gibt aber auch Vertreter der Opfergruppen, die den Klageweg bevorzugt haben, die Deutschland in New York verklagt haben. Alle diese Klagen sind abgewiesen worden, und sie sind auch in der Instanz, in der sie vorliegen, jetzt nicht mehr zugelassen worden, sodass wir eigentlich davon ausgehen, dass der Klageweg auch zu keinem Ergebnis mehr führen kann. Aber es ist nun einmal so, dass es andere gibt, die einen anderen Weg, ein anderes Verfahren, bevorzugt haben, weil sie dachten, dass das auf Gerichtsebene entschieden werden kann und damit auch die Finanzfragen gerichtlich geklärt werden. Das ist nicht der Fall gewesen; das hat keinen Erfolg gehabt.
Wir haben verhandelt. Der namibische Verhandlungsführer ist selbst ein Herero; die maßgeblichen Opfergruppen sind eingebunden gewesen. Das, was wir zurzeit in Namibia sehen, ist eine Debatte darüber. Sie muss auch stattfinden. Wir haben zu respektieren, wenn es dort kritische Stimmen gibt. Aber wir sind als Bundesregierung nach wie vor der Auffassung, dass wir mit dem Angebot und auch den finanziellen Zusagen, die wir gemacht haben, um verabredete Projekte mittel- und langfristig nachhaltig auszustatten, wirklich jetzt zu einem guten Ergebnis gekommen sind, das wir gerne auch so abschließen würden.