Den wird es sicherlich irgendwann geben. – Zu Ihrer einleitenden Bemerkung, das würde ja Bände sprechen, wie wir mit Afghanistan umgehen, würde ich mal einen Besuch in Afghanistan empfehlen, um mit den Verantwortlichen innerhalb der afghanischen Regierung, aber auch vieler zivilgesellschaftlicher Organisationen dort zu sprechen und ihnen die Frage zu stellen, wie sie das deutsche Engagement über die letzten Jahre in Afghanistan empfinden.
Ich kann das mit meinem Gewissen vereinbaren. Von den 42 Menschen, die zurückgeführt worden sind, sind 40 Straftäter, die in Deutschland Straftaten begangen haben, teilweise schwerste Straftaten. Insofern glaube ich nicht, dass uns ein Abschiebestopp dort weiterhilft.
Wir haben die Lage in Afghanistan in den Lageberichten beschrieben. Wir werden ganz selbstverständlich, insbesondere nach dem Abzug der internationalen Truppen, den Lagebericht fortschreiben und an das anpassen, was dort geschehen wird, in der Hoffnung, dass das, was viele prognostizieren, dass nämlich das Chaos ausbricht, ausbleibt. Das ist ja ein Grund, weshalb die afghanischen Streitkräfte von der NATO und von unseren Verbündeten in den letzten Jahren dort ausgebildet worden sind.