Zu dieser Aufteilung haben wir uns im Bundeskabinett entschieden, weil wir wussten, dass wir keine ideale Lösung in der Kürze der Zeit hinbekommen. Es ist unbestritten, dass natürlich auch der Mieter Einfluss auf seine Warmmietkosten, wenn ich das mal so sagen darf, nehmen kann. Er kann es aber nicht alleine, sondern der Vermieter trägt auch ein hohes Maß an Verantwortung.
Im Grunde gibt es zwei Extremzustände: Auf der einen Seite hat man den Vermieter, der sein Haus nach den neuesten Standards saniert hat und alles gemacht und getan hat, der vielleicht auch Unterstützung beim Sanieren des Hauses bekommen hat. Dort müssten Mechanismen gefunden werden – das fordert die Union auch in ihrem Regierungsprogramm –, wie wir den Anstieg der Mietkosten kompensieren. Dem Vermieter die Hälfte aufzuerlegen, ist in diesem Extremfall nicht ideal; denn er hat alles getan. Auf der anderen Seite gibt es Vermieter, die nichts an ihren Häusern machen. Und dann soll der Mieter alles übernehmen? Auch nicht ideal.
Das heißt, im Idealfall müsste man die Häuser nach Kategorien einteilen und die Mehrkosten jeweils unterschiedlich aufteilen. Das haben wir in der Kürze der Zeit nicht geschafft. Deshalb müssen andere Mechanismen bei der Bepreisung gefunden werden, um die Miete nicht steigen zu lassen für klimaschutzverantwortungsbewusste Mieter.