Herr Brandner, wir sind Kollegen im Rechtsausschuss, daher sollten Sie sich merken: Mein Name ist Steffen und nicht Steffens. Das sei vorweg gesagt.
Außerdem sehe ich hier im Parlament sehr viele Abgeordnete sitzen.
Die meisten von uns sind wahrscheinlich seit spätestens heute Morgen 8 Uhr hier unterwegs, manche noch früher.
Insofern finde ich es ganz toll, dass wir hier noch sitzen und miteinander debattieren. Ich habe auch in meiner Rede gesagt, dass ich es in Ordnung finde, dass man darüber spricht. Jedenfalls habe ich in Ihrem Antrag und in Ihren beiden Reden keinen konstruktiven Ansatz gefunden;
es gab lediglich den Ansatz, dass mehr Sitzungswochen stattfinden sollen.
Wissen Sie was? Ich weiß nicht, wie Sie Ihre Zeit verbringen, wenn keine Sitzungswoche ist.
– Ja. Sie haben es vorhin selber erklärt. Genau, das sind für sie Urlaubswochen. – Ich weiß nicht, ob es irgendjemanden in diesem Parlament gibt, der es sich in den neun Wochen Sommerpause, die Sie vorhin erwähnt haben, leisten kann, die Füße hochzulegen.
Das kann mit Sicherheit niemand, außer vielleicht Sie. Mir geht es genauso wie meinem Kollegen Bartke. Ich habe meinen Wahlkreiskollegen aus Ihrer Fraktion bei meinen Tätigkeiten im Wahlkreis bislang nicht ein einziges Mal vor Ort getroffen.
Interfraktionell wird Überweisung der Vorlage auf Drucksache 19/1843 an den Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung vorgeschlagen. Ich nehme an, damit sind Sie einverstanden. – Das ist der Fall. Dann ist die Überweisung so beschlossen.