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36. Sitzung
Donnerstag, 7. Juni 201819. Wahlperiode, 36. SitzungMietenexplosion stoppen – Bestandsmieten deckeln
8 VermerkeReaktionswert: hoch263 Wörter Zwischenfrage Im Protokoll lesen

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir alle wissen: Das Thema Wohnen ist von grundlegender Bedeutung, und zwar praktisch für jeden. Wir alle wissen: Wir haben in diesem Bereich ein Problem, und zwar besonders auf dem Mietwohnungsmarkt. Wir alle wissen: Die schwarz-rote Mietpreisbremse ist gescheitert, und zwar kläglich.

Beifallbei der FDP

Wir unterscheiden uns darin, wie wir das Problem bewältigen wollen, um das tatsächliche Ziel zu erreichen, dass jeder in Deutschland nach seinen finanziellen Möglichkeiten und seinen individuellen Bedürfnissen angemessenen Wohnraum findet.

Vielleicht darf der Vermieter auch in der Ideenwelt der Linken seine Mietwohnung modernisieren oder eine neue bauen; denn von besseren Wohnungen profitieren auch Mieterinnen und Mieter. Aber die Notwendigkeit, auch die Mieter an den entstehenden Kosten zu beteiligen, leugnen Sie und verkürzen so die bestehenden Möglichkeiten.

Sie wollen, dass der Vermieter den Mietern bei Mietbeginn Auskunft erteilt, und zwar über Tatsachen, die für die Zulässigkeit der vereinbarten Miete maßgeblich sind. In die dafür erforderlichen Belege muss der Vermieter Einsicht gewähren.

Das ist bei den Nebenkosten heute auch schon so! Wo ist das Problem?

Diese Belege muss er aufwendig anonymisieren, also wieder eine ordentliche Schippe Bürokratie für den Vermieter obendrauf.

Zwei schwarze Striche, und es ist erledigt!

Kurz: Die Linke fordert Verschärfung. Wir Freie Demokraten fordern, die Mietpreisbremse abzuschaffen.

Beifallbei der FDP

Das wundert mich jetzt nicht! Alles für die Vermieter!

Denn die Mietpreisbremse hat nicht die Mieten gebremst, sondern den Wohnungsbau. Dabei müssen wir hier ansetzen.

Das ist doch Unfug! Neubauwohnungen sind davon ausgenommen!

Weitere Zurufe von der SPD

Die Mietpreise steigen vor allem dort, wo es besonders attraktiv ist:

Das gilt doch nicht für Neubauwohnungen!

in Städten mit guter Infrastruktur, mit guten Schulen und Universitäten, mit guten Arbeitsplätzen. Das zieht die Menschen an, und deshalb ziehen sie dorthin.

Abg. Caren Lay [DIE LINKE] und Canan Bayram [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN] melden sich zu einer Zwischenfrage

Wenn aber immer mehr Menschen in bestimmte Gegenden möchten, dann müssen wir uns auf das konzentrieren, was das Wohnungsangebot vergrößert und nicht verknappt.

Beifallbei der FDP

Genau! Steuerersparnis wollen Sie!

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