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56. Sitzung
Freitag, 12. Oktober 201819. Wahlperiode, 56. SitzungAussetzung der Budgetierung für Ärzte
9 VermerkeReaktionswert: hoch287 Wörter Zwischenfrage Im Protokoll lesen

Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Besucherinnen und Besucher auf den Tribünen! Gesundheitspolitisch ist nicht viel von der AfD zu hören, außer dass sie Geflüchtete für alles Schlechte auf der Welt verantwortlich macht, zum Beispiel – völlig unsinnig – für steigende Kosten im Gesundheitswesen oder für die Ausbreitung multiresistenter Keime.

Hat er davon irgendetwas erwähnt?

Zu den großen Herausforderungen der Gesundheitspolitik findet sich dagegen im Programm der AfD nichts, weder zur Zunahme chronischer Erkrankungen

Zurufvon der AfD: Gibt es nur in Ihrer Fantasie!

– Sie können krakeelen, so viel Sie wollen, das macht es nicht besser –

Beifallbei der LINKEN und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

noch zu den Auswirkungen des demografischen Wandels noch zu Patientenrechten oder einer gerechten Finanzierung. Auch gesundheitspolitisch ist die AfD ein schwarzes Loch.

Beifallbei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der SPD

Jetzt, kurz vor den Wahlen in Bayern und Hessen, entdeckt die AfD plötzlich ihr soziales Gewissen. Angeblich zum Wohl der Patientinnen und Patienten fordert sie die Aufhebung der Budgetierung. Das ist vollkommen unglaubwürdig.

Beifallbei der LINKEN
Zurufevon der AfD

– Sie können krakeelen, so viel sie wollen. Das macht es nicht besser. Stellen Sie mir doch eine Zwischenfrage.

Noch vor zwei Wochen hat der Abgeordnete Schneider von der AfD an dieser Stelle die private Krankenversicherung gepriesen.

Ja, richtig!

Er hat uns mitgeteilt, dass er jährlich 2 000 Euro zusätzlich für die private Krankenversicherung bezahlt, das sei ja nicht viel. Mit dem Einkommen eines Abgeordneten mag das hinkommen, aber von der Realität der Menschen ist das völlig abgehoben. Das ist eine klare Absage an das Prinzip der Solidarität in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Beifallbei der LINKEN, der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Sprechen Sie doch mal zur Gesundheit und zu unserem Antrag!

– Krakeelen Sie doch nicht ständig rum.

Folgerichtig ist in Ihrem Programm zu lesen – ich zitiere –:

Zurufevon der AfD

Das Kostenbewusstsein und die Eigenverantwortlichkeit des Bürgers – –

Herr Präsident, könnten Sie für Ruhe sorgen? Ich höre mein eigenes Wort nicht mehr.

Beifallbei der AfD

das gilt auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Kolleginnen und Kollegen. Ich greife schon ein, Herr Kollege Dr. Kessler, wenn es so weit ist.

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