Zum Inhalt springen
65. Sitzung
Donnerstag, 22. November 201819. Wahlperiode, 65. SitzungBundesministerium für Bildung und Forschung
6 VermerkeReaktionswert: hoch235 Wörter Zwischenfrage Im Protokoll lesen

Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Frau Ministerin, Sie haben meine Zwischenfrage leider nicht zugelassen. Deshalb möchte ich Sie auf diesem Wege noch etwas fragen, wozu Sie bereits andere Kolleginnen und Kollegen in der Debatte aufgefordert haben.

Sie haben ein öffentliches n-tv-Interview gegeben, das sehr bemerkenswert war. Sie haben die Chance, hier im Deutschen Bundestag, dazu Stellung zu beziehen.

Frau Karliczek, Ihre Unkenntnis über die internationalen Forschungsergebnisse zur Lebenswirklichkeit von Kindern in Regenbogenfamilien ist für eine Bundesforschungsministerin hochnotpeinlich.

Beifallbeim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der FDP und der LINKEN

Sie haben mit der Art und Weise, wie Sie sich auf n-tv geäußert haben, diese Familien und diese Lebensentwürfe diskreditiert.

Sie haben in den sozialen Medien und auf vielen anderen Kanälen in den letzten Tagen noch einmal Literaturhinweise bekommen, damit Sie die internationalen Studien wahrnehmen. Deshalb meine Frage an Sie: Haben Sie sich in diese Thematik jetzt endlich eingearbeitet, in die renommierten Studien, die es zahllos gibt, die zeigen, dass es ein sehr hohes Kinderwohl in Regenbogenfamilien gibt? Welche faktenbasierten und nicht vorurteilsgeladenen Schlüsse ziehen Sie daraus?

Beifallbeim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der LINKEN

Zur zweiten Frage. Sie haben wiederholt die Ehe für alle als überstürzt eingeführt

Lachender Abg. Dr. Petra Sitte [DIE LINKE]

So ist es doch! Genau so!

und deshalb als falsch bezeichnet und gesagt, es gäbe keine Langzeitstudien über die Auswirkungen auf die Gesellschaft. Ich sage Ihnen sehr klar: Für gleiche Menschenrechte und für Gleichberechtigung braucht man keine Langzeitstudien, sondern man muss schlicht und einfach, wie es in unserem Grundgesetz steht, gleiche Menschenrechte für alle einführen.

Beifallbeim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD und der LINKEN sowie der Abg. Katja Suding [FDP]

Das hat mit der Sache nichts zu tun! Keine Etatfrage!

Vor 100 Jahren wurde das Frauenwahlrecht eingeführt.

Zurufevon der CDU/CSU: Redezeit!

Ähnliche Reden