Vielen Dank, Herr Kollege Bury, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Uns eint die Sorge. Ich sage das sehr deutlich, und was die Tonlage angeht, wie Sie oder auch Herr Durz das gemacht haben: D’accord! Niemand sagt hier, Robert Habeck sagt das nicht, niemand von uns sagt: Alles tutti!
Was uns nicht eint, ist die Analyse der Ursachen dieser Situation. Ich weiß, dass Sie sich ungern mit der Abhängigkeit von Russland in der Energiepolitik beschäftigen wollen, die in Deutschland sehr viel stärker war als beispielsweise in Frankreich – 55 Prozent versus 24 Prozent Erdgas –, weil das in Ihre Regierungszeit fällt.
Sie beschäftigen sich aber auch mit einer zweiten Frage nicht. Jahr für Jahr haben Sie sich hier im Plenum abgefeiert: Deutschland ist Exportweltmeister! Wir sind so toll! Diese hohen Exportüberschüsse – die haben die Europäische Union teilweise ziemlich destabilisiert – sind super!
Und wenn das so ist, dann können Sie doch nicht völlig verdutzt aus der Wäsche gucken
– warten Sie doch ab! –, dass in einer Situation, in der der Welthandel insgesamt stockt, wenn beispielsweise in China, von dem wir uns so abhängig gemacht haben, unsere Unternehmen so abhängig gemacht haben,
der Motor stottert, dies dann auch in einer exportorientierten Wirtschaft wie der Deutschlands ankommt.
Wollen Sie vielleicht sagen, dass das auch etwas damit zu tun haben könnte, und wollen Sie vielleicht ein bisschen anerkennen, dass es auch die Politik der letzten Jahre war – und nicht der letzten zwei, sondern davor –, die uns in die Situation gebracht hat, die jetzt tatsächlich herausfordernd ist?