Ich würde gerne im Zusammenhang vortragen, und dann kann der Kollege gerne intervenieren.
Um wieder zurück zum Agrarmarketing zu kommen und um hier auch einen ganz konkreten, vernünftigen, konstruktiven Vorschlag zu machen: Wir werden schon in der nächsten Sitzungswoche seitens der Union hierzu einen Antrag auf den Weg bringen. Ich empfehle Ihnen, sich diesen Antrag genau anzuschauen und auch hier konstruktiv in die Beratung zu gehen.
Es gibt aber auch weitere Gründe, die auf einen Fehlstart der neuen Bundesregierung hindeuten. Da gibt es halt ganz schlichte handwerkliche Fehler. Dazu zählt zum Beispiel die nicht fristgerechte Einreichung des GAP-Strategieplans zum 1. Januar. Als Entschuldigung wird von Ihnen angeführt, dass es Verzögerungen beim Trilog gab.
Diese Verzögerungen haben aber alle EU-Mitgliedstaaten betroffen. Und trotzdem haben fast alle EU-Mitgliedstaaten pünktlich geliefert, Deutschland nicht.
Also, unsere Landwirte brauchen dringend Planungssicherheit bei der GAP und keine Entschuldigungen und weiteren Verzögerungen. Kümmern Sie sich darum, Herr Minister, und machen Sie die Gemeinsame Agrarpolitik zu Ihrer Chefsache. Das Ding ist einfach viel zu wichtig.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Deutschland ist ein starker Agrarstandort. Nirgendwo auf der Welt gibt es so gesunde, sichere und hochwertige Lebensmittel wie bei uns. Die Landwirtschaft dient eben nicht nur den Zielen des Umwelt- und des Klimaschutzes, wie es uns der Ampelkoalitionsvertrag weismachen will. Herr Bundesminister, wenn ich mir Ihren Terminplan für diese Woche so ansehe, dann stelle ich fest, dass Sie aber genau nach dieser Maxime handeln: erst einmal mit den Umweltverbänden reden und dann mit den Landwirten. So beginnt bestimmt kein neues Miteinander, um Landwirtschaft und Gesellschaft zusammenzuführen.