Ganz herzlichen Dank, Herr Abgeordneter Teutrine. – Sie haben vollkommen recht: Gerade unter den geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern sind sehr viele Frauen, deren Männer beispielsweise an der Front gegen den russischen Angriffskrieg sind. Diese sind oft mit Kindern gekommen. Deshalb ist das Thema Kinderbetreuung zentral.
Bei den Frauen in der Ukraine gibt es eine überdurchschnittlich hohe Erwerbsbeteiligung. Deshalb ist es erstens wichtig, dass wir im Gespräch mit Ländern und Kommunen das Thema Kinderbetreuung miteinander klären. Hier ist die Situation besser geworden, auch für die ukrainischen Geflüchteten, aber eben nicht gut genug. Zweitens müssen wir mit der deutschen Wirtschaft dafür sorgen, dass diese qualifizierten Frauen gezielt eingestellt werden.
Noch ein Satz zum Thema Sprache. Ich habe es vorhin gesagt: Das ist neben der Kinderbetreuung die zweite große Hürde, die man überwinden muss. Jetzt kommen 200 000 Menschen aus Integrationssprachkursen – 100 000 haben sie schon abgeschlossen –, die grundständige Deutschkenntnisse erworben haben; demnächst folgen 100 000 weitere Ukrainerinnen und Ukrainer und noch mal 200 000 Personen aus anderen Herkunftsländern. Das heißt, das Potenzial ist da. Deshalb muss das Signal sehr deutlich sein: Die deutsche Sprache lernt man nicht nur in Integrationskursen, sondern auch während der Arbeit.
Man muss nicht perfekt Deutsch sprechen können, um eingestellt zu werden; das gilt vor allem auch für die Frauen.