Ganz herzlichen Dank für Ihre Frage. – Um es konkret zu sagen: Ich habe vorhin darauf hingewiesen, warum wir jetzt in die neue Phase eintreten müssen. Wir haben ungefähr 140 000 Geflüchtete in Arbeit gebracht. Das ist nicht ganz schlecht, aber es ist bei Weitem nicht gut genug. Das waren vor allen Dingen Menschen, die schon Sprachkenntnisse hatten, die hier einen Arbeitsmarktzugang gefunden haben. Aber das kann uns nicht zufriedenstellen, denn dieser Krieg dauert länger. Viele Menschen wissen, dass sie wegen dieses furchtbaren Angriffskrieges länger bei uns bleiben werden. Sie haben eine Qualifikation; sie haben die Bereitschaft, zu arbeiten; sie haben Deutsch gelernt. Deshalb ist es jetzt Zeit für Phase zwei.
Dazu gehören zwei wesentliche Maßnahmen. Im Bereich der Jobcenter ist das die höhere Kontaktdichte, die dazu dient, die Phase zwei bekannt zu machen, insbesondere bei denjenigen, die Deutsch erlernt haben. Dabei konzentrieren wir uns darauf, die Leute einzuladen, sie zu unterstützen und sie passgenau zu vermitteln, wo immer es geht. Zudem werben wir in der deutschen Wirtschaft dafür, dass Menschen, die noch keine perfekten Deutschkenntnisse haben, durchaus gute Arbeits- und Fachkräfte sind und auch arbeiten können. Herr Terzenbach wird uns als Sonderbeauftragter der Bundesregierung dabei unterstützen. Am 20. November haben wir die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft und die Sozialpartner dabei. Ich sage noch: Es betrifft die Geflüchteten nicht nur aus der Ukraine, sondern auch aus anderen Herkunftsländern. Hier müssen wir besser werden. Es nutzt allen: den Menschen, weil sie aus dem Sozialleistungsbezug herauskommen, wenn sie arbeiten und selbstständig leben, und der deutschen Wirtschaft bei der Arbeits- und Fachkräftesicherung.
Dann gehe ich weiter zur Fraktion Die Linke. Die nächste Frage stellt Susanne Ferschl.