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155. Sitzung
Freitag, 23. Februar 202420. Wahlperiode, 155. SitzungCannabislegalisierung stoppen, Gesundheitsschutz verbessern – Aufklärung, Prävention und Forschung stärken
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Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Zu Recht wird hier heute leidenschaftlich diskutiert; denn so wie es gerade die Union an die Wand gemalt hat, darf es nicht werden.

Wird es aber! Steht im Gesetz!

Aber so wie es gerade ist, darf es auf keinen Fall bleiben.

Beifallbei der SPD, dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP

Alle, die sich hier heute wutschnaubend an dieser Debatte beteiligen, frage ich: Warum haben Sie sich eigentlich damit zufriedengegeben, einfach nur zu verbieten? Warum glauben Sie noch immer, dass Bestrafen reichen würde?

Das glaubt doch niemand! Das will doch auch niemand!

Mich erinnert das an die drei Affen: Nicht hinschauen, nicht hinhören, nicht Stellung beziehen.

Beifallbei der SPD, dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP

Geben Sie den jungen Leuten eine lebenswerte Zukunft ohne Drogen!

Denn wer hinschaut, der sieht, dass in Deutschland über 4 Millionen Menschen Cannabis konsumieren, und besonders erschreckend sind die steigenden Zahlen bei jungen Menschen.

Das geht ja dann weiter so!

Wer hinhört, der weiß, was die Suchtexperten sagen: Strafandrohung hilft nicht. Sie kriminalisiert Minderjährige ebenso wie Erwachsene.

Beifallbei der SPD, dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP

Sie verhindert den Zugang zu Beratung und Hilfe.

Wir erkennen die Realität an

Das wäre in der Ampel das erste Mal!

und leiten einen Paradigmenwechsel in der Drogenpolitik ein. Wir stellen den Gesundheitsschutz ins Zentrum unserer Cannabispolitik

Beifallbei der SPD, dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP

und konzentrieren uns auf das, was wirklich bekämpft werden muss, und das ist der Schwarzmarkt.

Wir verbessern konsequent den Kinder- und Jugendschutz, und selbstverständlich muss das Kiffen für Jugendliche unter 18 Jahren ausdrücklich verboten bleiben.

Widerspruchbei der CDU/CSU

Das ist doch Träumerei!

Wir sorgen dafür, dass die Dealer, die Cannabis an Kinder oder Jugendliche weitergeben, künftig noch rigoroser verfolgt und mit mindestens zwei Jahren Freiheitsentzug bestraft werden.

Beifallbei der SPD, dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP

Sie treiben die 17-Jährigen in den Schwarzmarkt!

Gleichzeitig verstärken wir aber vor allem die Suchthilfe und die Beratungsangebote. Denn wer nicht kriminalisiert wird, kann für Hilfe und Prävention erreicht werden. Endlich werden junge Menschen angstfrei Zugang zu Hilfeangeboten erhalten, und in kritischen Situationen werden Eltern aktiv mit ins Boot geholt. Die Haushaltsmittel für Prävention, für verstärkte Frühintervention und Beratung haben wir darum bereits erhöht. Das ist aktiver Kinder- und Jugendschutz.

Beifallbei der SPD sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und der FDP

Und allen erwachsenen Konsumierenden sage ich: Wir sehen eure Probleme,

… und wir verstärken sie!

und wir wissen um die Ungerechtigkeit, die ihr seit 50 Jahren durch Diskriminierung und Kriminalisierung erfahren habt.

Beifallbei der SPD, dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP

Ich sage euch hier heute ganz klar: Ihr seid für uns keine Kriminellen.

Beifallbei der SPD, dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP

Nein, es ist kein Skandal, einen anderen Weg zu beschreiten, auf Entkriminalisierung zu setzen, auf Aufklärung und Prävention.

Zurufdes Abg. Alexander Dobrindt [CDU/CSU]

Es war überfällig, das Thema aus der Tabuzone zu holen, und wir werden die Umsetzung sehr sorgfältig beobachten, also die Augen und Ohren offen halten und dann gemeinsam diskutieren, wo gegebenenfalls nachgesteuert werden muss.

Mit gutem Wissen und Gewissen werbe ich heute für die Zustimmung zu diesem Gesetz.

Vielen Dank.

Beifallbei der SPD, dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP
Beifallbei der CDU/CSU

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