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164. Sitzung
Freitag, 12. April 202420. Wahlperiode, 164. SitzungBezahlkarte einführen – Sachleistungsprinzip konsequent umsetzen
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Also, noch einmal: Es geht um die grundsätzlichen Dinge, die wir hier gerade eben behandelt haben. Und das, was im Stadtrat von Baden-Baden beschlossen worden ist – –

Zurufevon der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

– Entschuldigung, hören Sie doch mal zu! Sie haben eine Frage gestellt. – Der Stadtrat von Baden-Baden hat das behandelt, und so wie es jetzt ist, sieht sich die Stadt Baden-Baden außerstande, eine Bezahlkarte so einzuführen, wie wir es gerne hätten,

Ich habe es vorgelesen!

weil Sie sich seit Wochen und Monaten weigern, den Kommunen eine Rechtsgrundlage zu liefern.

Beifallbei der CDU/CSU
Zurufdes Abg. Thorsten Frei [CDU/CSU]

Noch einmal: Sie sind bereit, mehr Rechtssicherheit für Kiffer zu schaffen als für Kommunen.

Fragen Sie doch mal nach!

Und damit wir uns richtig verstehen: Ich meine Städte, Länder und Gemeinden und nicht Ihre „Kommunen“.

Noch einmal: Wenn Sie hier den Druck spüren und merken, dass es schwieriger wird, dann faken Sie die Lösung.

Zurufder Abg. Britta Haßelmann [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

Sie sind nicht bereit, mehr Rechtssicherheit zu schaffen.

Das Problem ist: Wenn Sie die Kommunen so unter den Bus schmeißen und auch noch Recht bekämen, wenn also die Gerichte das einkassieren würden,

Zurufdes Abg. Andreas Audretsch [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

dann würden die Bürger den Staat wirklich als handlungsunfähig erleben. Und dann wundern wir uns alle gemeinsam, dass die da noch stärker werden.

Der Redner zeigt in Richtung der AfD-Fraktion

Das ist eine unverantwortliche Politik, meine Damen und Herren.

Beifallbei der CDU/CSU

Deshalb schaffen Sie heute mit Mühe und Not – mit Mühe und Not! – eine Minimallösung. Sie führen die Bezahlkarte ein, eine Technik, die wir seit 30 Jahren in Deutschland kennen, nämlich als Girokarte.

Zurufdes Abg. Michael Kruse [FDP]

Jeder hat sie in seiner Tasche.

Daran krankt dieser Sozialstaat: dass wir nicht bereit sind, einen modernen und technologieoffenen Sozialstaat zu schaffen.

Ja, dann müssen Sie auch zustimmen heute!

Sie schaffen das nicht. Wenn hier jemand in diesem Land diskriminiert wird, dann sind das wir, alle Deutschen. Alle Welt shoppt online, bucht online. Aber hier in Deutschland sollen Flüchtlinge noch nicht mal mit einer Bezahlkarte zahlen können. Das ist lachhaft.

Ich dachte, online sollen sie nicht einkaufen dürfen!

Zurufevon der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Und da muss ich Ihnen sagen: Sie haben halt ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Technologie und moderner Verwaltung. Deshalb kommt dann so was raus wie 5 000 neue Stellen für die Kindergrundsicherung.

Unsinn! Blödsinn!

Deshalb haben Sie bis heute kein Klimageld eingeführt. Und deshalb haben Sie mehr Menschen in den Jobcentern, die als menschliche Taschenrechner fungieren, anstatt die Menschen in Arbeit zu vermitteln.

Ich kann Ihnen nur sagen: Weniger blamieren, mehr beschließen!

Beifallbei der CDU/CSU
Zurufder Abg. Dr. Irene Mihalic [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

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