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172. Sitzung
Donnerstag, 6. Juni 202420. Wahlperiode, 172. SitzungDen politischen Islam als Gefahr für unsere freiheitliche Demokratie jetzt wirksam bekämpfen
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Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Erst in der letzten Sitzungswoche haben wir den Antrag „Den politischen Islam als Gefahr für unsere freiheitliche Demokratie jetzt wirksam bekämpfen“ hier debattiert. Keiner von uns hätte gedacht, dass sich diese Gefahr so schnell auf so schreckliche Art und Weise bewahrheitet.

Ist Ihnen das nicht peinlich jetzt?

Ein mutiger, ein junger, ein selbstloser Polizist wurde grausam getötet. Wir trauern mit seiner Familie und mit allen Kolleginnen und Kollegen in Mannheim insbesondere.

Zurufder Abg. Peggy Schierenbeck [SPD]

Das macht was mit uns allen. Das macht was mit den Menschen in unserem Land. Da ist etwas aufgebrochen. Es ist Wut, es ist Angst, und es ist Unverständnis. Am Ende geht es um den Vorwurf der Menschen an uns alle hier in politischer Verantwortung, dass der Staat versagt, liebe Kolleginnen und Kollegen. Deswegen müssen wir dieser Verantwortung gerecht werden.

Beifallbei der CDU/CSU

Diesen politischen Willen erkenne ich durchaus bei Einzelnen. Frau Kaddor, bei Ihnen erkenne ich den aber nicht. Sie haben zu diesem Antrag der Union auf X geschrieben: „Der Antrag schürt muslimfeindliche Ängste“. Sie haben es gerade in Ihrer Rede wiederholt, in der Sie gesagt haben: Man macht Wahlkampf auf dem Rücken der Muslime.

Haben Sie mal Ihren Antrag gelesen?

Nein, Sie spalten, Frau Kaddor.

Schauen Sie sich Ihren Antrag an!

Sie hetzen. Sie haben keine klare persönliche Haltung zum Islamismus.

Beifallbei der CDU/CSU und der AfD

Das ist Blödsinn! Ich habe Bücher dazu geschrieben!

Frau Kaddor, wenn Sie uns Muslimfeindlichkeit vorwerfen oder behaupten, dass wir muslimfeindliche Ängste schüren, dann bedienen Sie das Opfernarrativ der Islamisten,

denn genau darauf nehmen Sie Bezug.

Beifallbei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der AfD

Deswegen meine Forderung an die Grünen: Klären Sie Ihr Verhältnis,

Sie haben keine Ahnung von den Phänomenen, Herr Throm! Sie haben keine Ahnung!

insbesondere das Ihrer innenpolitischen Sprecherin, zum politischen Islam und zum Islamismus!

Beifallbei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der AfD

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ja, es braucht Abschiebungen nach Afghanistan

Das war sehr billig, Herr Kollege, sehr, sehr billig!

und Syrien – selbstverständlich nach Verbüßung der Haftstrafe. Dann muss dieser Staat es auch durchsetzen. Es darf keine falsche Rücksichtnahme geben, beispielsweise „Bett, Brot und Seife“ oder andere Dinge. Das ist jetzt die Verantwortung.

Ich war schon verwundert, Herr Kollege Hartmann, am Montag – der Polizist war noch keine 24 Stunden verstorben – den Vorschlag von der SPD, von Herrn Grote, zu hören, wieder nach Afghanistan abzuschieben. Denn Sie und Ihre Innenministerin haben jahrelang nichts gemacht,

Beifallbei der CDU/CSU

und am Tag nach diesem schlimmen Todesfall kommt dann dieser Vorschlag. Ich kann Ihnen das nicht ersparen. Am 19. März 2023 konnte man lesen: „Faeser prüft Aufhebung des Abschiebestopps für afghanische Gefährder“.

Der Redner hält ein Papier hoch

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