Das Gebäudeenergiegesetz, das wir jetzt haben, ist ja keine Erfindung der Ampel, sondern das habe ich so, wie es war, von meinem Vorgänger Horst Seehofer übernommen.
Wir haben es weiterentwickelt. Denn eines ist ganz klar: Unser gemeinsames Ziel – jedenfalls ist es das Ziel der überwiegenden Mehrheit dieses Hauses – ist, dass Deutschland 2045 klimaneutral ist. Wenn wir das schaffen wollen, dann können wir 2045 unseren Gebäudebestand nicht überwiegend mit Erdgas und Erdöl heizen. Das schließt sich aus. Der Weg dahin ist technisch anspruchsvoll, weil wir natürlich über Millionen Bestandsgebäude reden. Aber wenn Sie wissen, dass eine Heizung 15 oder 20 Jahre hält und einfach mal 2045 minus 20 rechnen, wissen Sie, dass akut die Notwendigkeit besteht, über die Frage zu diskutieren, wie Deutschland in Zukunft heizt, und dass wir einsteigen müssen in eine andere Form des Heizens, natürlich unterstützt durch eine staatliche sozialverträgliche Förderung. Diese Transformation wird uns alle noch vor sehr große Herausforderungen stellen.
Ich würde dazu nicht „Test“ sagen. Aber wer jetzt schon wissen will, mit welcher Technik wir 2045 heizen werden, der wird eine große Glaskugel brauchen. Deswegen sind wir im Bauministerium immer technologie- und materialoffen. Wir sehen, dass wir einen großen Veränderungsbedarf haben bei der Art und Weise, wie wir heizen.