Vielen herzlichen Dank für die Möglichkeit. – Ich hätte die CDU/CSU – Sie und Ihre Vorrednerin – gerne Folgendes fragen wollen: Sie kritisieren an diesem Aktionsplan für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, dass er nicht schnell genug umgesetzt wird, dass nicht genug getan wird. Sie sehen Handlungsbedarf bei der Behandlung von queeren Menschen. Sie verweisen auf die Errungenschaften der CDU/CSU in der letzten Legislaturperiode, nämlich die Einführung eines dritten Geschlechtes „divers“. Vielleicht haben Sie mitbekommen, dass es beispielsweise in ganz Sachsen vier Personen, genau genommen eine Person gibt, die diese Umtragung als „divers“ jetzt angestrebt hat,
und drei Babys sind von ihren Eltern umgetragen worden; die haben das also nicht selber gewollt. Errungenschaften der CDU/CSU!
Ich hätte von einer Rede der Union jetzt erwartet, dass Sie eine Generalabrechnung machen mit diesem linken Problemmanagement von Dingen, die die Menschen im Land überhaupt nicht interessieren, die an den echten Problemen der Menschen vorbeigehen – Sie reden eine Diskriminierung von Queeren, Bisexuellen und sonstigen daher –, und dabei klarmachen, dass das an den Problemen der Menschen vorbeigeht.
Im Übrigen: Sie reden von Bisexualität, aber leugnen, dass es zwei – „bi“ – Geschlechter gibt. Das ist alles ein völliges Hirngespinst.
Deswegen kam es zur Abstrafung der Ampelregierung, die das zu ihrem Kitt, zu ihrem einzig noch bestehenden Gegenstand erklärt hat, was sie in der Politik erreichen kann. Von der CDU/CSU höre ich nur, dass Ihnen das alles nicht schnell genug geht.
Da gebe ich Ihnen jetzt noch einmal die Gelegenheit, sich von diesem ganzen Quatsch zu distanzieren und klarzumachen, dass auch die CDU eine konservative Partei ist.