Vielen Dank. – Erlauben Sie mir vor der Beantwortung der Frage eine Vorbemerkung: Wenn wir über das Verhältnis zu China reden, dann sollten Sie mal auf Ihre Kontostände schauen.
Sehr geehrte Damen und Herren, die Frage der Abhängigkeit von Rohstoffen ist eine sehr ernste Frage. Wir haben gesehen, dass wirtschaftliche Beziehungen, vor allem Energiebeziehungen, missbraucht werden können und auch missbraucht wurden. Das ist jetzt bei russischem Gas passiert, und wir haben als Land, als Volkswirtschaft einen hohen Preis dafür gezahlt. Das sollte uns möglichst nicht an anderen Stellen passieren. Deswegen ist die Abhängigkeit kritisch.
Wir haben – das muss man ehrlicherweise zugeben – wenig Firmen in Deutschland, die noch selber Rohstoffe schürfen können. Diese zu stärken und zu unterstützen, wenn es sie wieder gibt, ist die eine Strategie. Die zweite ist, in Kooperation mit den anderen europäischen Ländern einen Fonds aufzulegen, einen Eigenkapitalfonds, sodass wir im Konzert mit Frankreich und Italien – mit denen arbeiten wir am engsten zusammen – an anderen Stellen der Welt die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft und der deutschen Industrie von chinesischen Lieferungen reduzieren. Aber das ist ein Jahrzehnteprojekt. Das wird nicht mit einem Fingerschnipsen gehen. Gleichwohl ist es wichtig, schnell loszulegen.