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180. Sitzung
Mittwoch, 3. Juli 202420. Wahlperiode, 180. SitzungFür mehr Anerkennung und Wertschätzung – Pflegende Angehörige weiter unterstützen
15 VermerkeReaktionswert: sehr hoch381 Wörter Zwischenfrage Im Protokoll lesen

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Der demografische Wandel und die damit einhergehenden Herausforderungen für die Pflege überraschen wirklich nur völlig ahnungslose und damit unfähige Politiker.

Heiterkeitbei Abgeordneten der SPD

Wir als Opposition haben schon seit vielen Jahren darauf hingewiesen.

Beifallbei der AfD

Gerade die CDU hat ihre Prioritäten vor allem in 15 Jahren Merkel jedoch anderweitig gesetzt.

Es waren sogar 16!

Sie hat sich nicht um die Generation gekümmert, die unser Sozialsystem jahrzehntelang getragen hat

Das stimmt nicht! Minister Gröhe war ein guter Gesundheitsminister und hat sich sehr darum gekümmert!

und die nun selbst auf dieses angewiesen ist. Sie von der CDU haben stattdessen millionenfach Fremde eingeladen,

die noch nie etwas zur Solidargemeinschaft beigetragen haben und es mehrheitlich auch nicht tun werden.

Beifallbei der AfD

Dieser Kurs wurde leider auch von allen anderen Parteien getragen. Ich erinnere an dieser Stelle an eine Aussage von Frau Göring-Eckardt: Wir brauchen nicht nur Fachkräfte, sondern auch Menschen – Zitat –, „die in unseren Sozialsystemen zu Hause sind und sich auch zu Hause fühlen können“. Zitat Ende.

Sogenannte Goldstücke!

Die logische Folge ist, dass nicht nur Arbeitskräfte fehlen, sondern vor allem, dass für ältere Menschen, Hilfsbedürftige, Kranke und Kinder, also die Schwächsten in unserer Gesellschaft,

Es sind keine helfenden Hände mehr da, wenn Sie sie rausschmeißen!

immer weniger Geld vorhanden ist.

Beifallbei der AfD

Gerne zitiere ich dazu Herrn Gustav Heinemann. Er sagte – Zitat –: „Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt.“ Zitat Ende.

Und was wollen Sie mit den Schwächsten der Gesellschaft tun?

Wenn man diese Worte verinnerlicht, dann weiß man, dass sich Deutschland zivilisatorisch längst zurückentwickelt hat.

Beifallbei der AfD

Das könnte man bei Ihrer Rede meinen, ja!

Die Pflege ist aktuell nur deshalb noch leist- und finanzierbar, weil rund 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause betreut werden. Pflege in der gewohnten häuslichen Umgebung durch emotional nahestehende Menschen ist das wünschenswerte und anzustrebende Ziel. Jede häusliche Pflege ist zudem preiswerter als ein Pflegeplatz in einem Heim.

Beifallbei der AfD

Deshalb ist jedes Anliegen, das die Situation der pflegenden Angehörigen unterstützt und verbessert, grundsätzlich zu befürworten. Zukünftig brauchen wir allerdings eine Politik, die es den Menschen ermöglicht, wieder ihre Familien in den Mittelpunkt zu stellen. Das Großziehen von Kindern und die Pflege von Angehörigen muss allen ermöglicht werden, die es wollen, und darf nicht aus finanziellen Gründen scheitern.

Beifallbei der AfD

Es war einmal möglich, dass nur ein Partner mit seinem Einkommen das Leben einer Familie finanzieren konnte. Das waren gute Zeiten für die Familien.

Wo die Frau zu Hause geblieben ist?

Unter dem Schlagwort der Gleichstellung der Frau wurde allerdings den nachwachsenden Generationen eingeredet, dass berufliche Arbeit wertvoller sei als die liebevolle Betreuung der eigenen Kinder oder der kranken Eltern. Dieser Weg war ein Irrweg.

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