Vielen Dank, Herr Kollege. – Also, ich würde mich selber ja niemals so sehr überschätzen, dass ich behaupten würde, dass Verlässlichkeit in der Agrarpolitik alleine an meine Person geknüpft ist. Deswegen finde ich das eine komplette Fehleinschätzung. Ich freue mich auf die Aufgaben, die in Zukunft auf mich warten. Ich bin froh und dankbar
– wollen Sie eine Antwort hören? dann kriegen Sie sie –, dass ich sieben Jahre lang in diesem Bereich habe tätig sein dürfen, meine Damen und Herren.
Erlauben Sie mir einen letzten Satz in eigener Sache. Ich habe jetzt gerade mit sehr großer Wahrscheinlichkeit meine letzte Rede zur Landwirtschaft in diesem Hohen Hause hier halten dürfen.
Während der sieben Jahre, während derer ich dieses Thema begleiten durfte, habe ich viel und gerne gestritten, in der letzten Wahlperiode mit der Bundesregierung, in dieser Wahlperiode
mit der Opposition und auch manchmal mit der Bundesregierung; das gehört zur Wahrheit dazu. Streit war für mich aber nie Selbstzweck, sondern er ist für mich das Wesen einer parlamentarischen Demokratie. Wir haben heute Morgen sehr viel Richtiges und Wichtiges darüber gehört. In der Sache wird eben hart gerungen und gestritten. Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, wenn nicht hier, wo denn sonst in dieser Gesellschaft? Es ist unsere Aufgabe, die Konflikte, die sonst draußen ausgetragen werden, in diesem Hohen Hause zu regeln.
Wenn ich in diesem emotionalen Fachbereich wie der Landwirtschaftspolitik jemals zu weit gegangen bin, jemanden vielleicht sogar beleidigt haben sollte,
dann tut mir das aufrichtig leid. Ich freue mich auf viele Begegnungen mit neuen und mit bekannten Kollegen in den kommenden Monaten.
Vielen Dank fürs Zuhören.