Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Wem gehört dieser Körper? Gehört dieser Körper den Grünen? Gehört dieser Körper der Regierung? Oder gehört dieser Körper dem Staat? Nein, das ist mein Körper. Dieser Körper gehört nur mir und niemandem sonst. Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes besagt ganz eindeutig: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.“
Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene gesellschaftliche Perspektiven auf den Körper des Menschen. Es gibt die Perspektive, dass jeder Körper dem Menschen gehört, der darin lebt. Das ist die demokratische, freiheitliche Perspektive, die hier im Haus die AfD vertritt.
Und dann gibt es die Perspektive, dass der Körper des Einzelnen nicht dem Individuum, sondern der Gesellschaft gehört. Das ist die sozialistische, kommunistische Perspektive, die den Körper als Allgemeingut aller sieht.
Es ist die Perspektive des Volkskörpers, der über dem Individuum steht.
Es ist die Perspektive der Antragsteller, unter denen unter anderem der Bundeskanzler Olaf Scholz zu finden ist. Das letzte Mal, als wir einen Kanzler hatten, der vom Volkskörper geträumt hat, waren danach 60 Millionen Menschen tot.
Es ist schon frappierend, wie sehr Scholz Hitlers Politik nacheifert.
Beide haben zu Beginn ihrer Amtszeit mit Notstandsgesetzen die Grundrechte angegriffen. Beide träumten davon, den Donbass mit Panzern einzunehmen. Und nun vertritt Scholz auch noch bei der Organspende die Perspektive des Volkskörpers. „Wehret den Anfängen!“, kann ich dazu nur sagen.
Wir von der AfD verteidigen Artikel 2 des Grundgesetzes, die körperliche Unversehrtheit. Als gute Demokraten und Freiheitskämpfer sehen wir den Körper als Eigentum des Individuums.
Ein Großteil der Antragsteller sind Frauen, die noch vor Jahrzehnten mit „My body, my choice“ für die Tötung von Kindern bis möglichst direkt vor der Geburt eingetreten sind.
Jetzt sind diese altlinken Frauen alt geworden und unfruchtbar und aus „My body, my choice“ wurde „Your body, my repair shop“, statt „Mein Körper, meine Entscheidung“ nun also „Dein Körper, mein Ersatzteillager“. Das ist keine erstaunliche Wendung, sondern den Umständen geschuldet; denn den politischen Akteurinnen ging es immer nur um den eigenen Körper.
Vor 30 Jahren war der noch fruchtbar, und sie wollten bis direkt vor der Geburt aus ihrer Sicht lästige Kinder abtreiben.
Heutzutage sind dieselben Frauen alt und unfruchtbar und in einem Alter, in dem die Wahrscheinlichkeit für eine benötigte Organspende merkbar ansteigt.
Es ist daher nicht erstaunlich, dass zu den Hauptantragstellerinnen Abgeordnete wie Sabine Dittmar von der SPD, Gitta Connemann von der CDU oder Petra Sitte von den Linken gehören, die allesamt mehr als 60 Jahre auf der Welt und kinderlos sind. Alle wuchsen auf in einer Zeit, in den 70er-Jahren, als die Altlinken gerade die Deutungshoheit über die deutsche Politik übernommen haben.
– Sie werden als Altlinke die Deutungshoheit hier im Parlament Stück für Stück verlieren, egal wie Sie herumschreien.