Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Abgeordneter, die Lage ist ernst. Die Russen rücken im Donbass vor; sie sind noch wenige Kilometer von Pokrowsk entfernt. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Stadt in den nächsten Wochen fallen könnte, was durchaus beachtliche negative Auswirkungen auf die gesamte Situation des Landes hätte, insbesondere weil der Frontverlauf dann kein natürlicher mehr wäre. Die Lage insgesamt ist also außerordentlich schwierig.
Gleichzeitig hatten wir am vergangenen Freitag einen der zehn stärksten Luftangriffe der russischen Streitkräfte mit 300 Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen zu verzeichnen. 240 bis 260 davon konnten abgefangen werden, übrigens insbesondere dank der von Deutschland gelieferten Luftabwehrsysteme. Trotzdem sind die Schäden enorm, und das Ziel der russischen Streitkräfte ist klar erkennbar: Es geht darum, die zivile Infrastruktur und insbesondere die Energieversorgung jetzt gerade mit Beginn des Winters zu zerstören.