Vielen Dank, Frau Präsidentin, für das Zulassen der Reaktion. – Ich fand das schon ziemlich unverschämt – typisch, wenn einem die Argumente ausgehen.
Vielleicht habe ich etwas mehr Temperament als Sie, und es ist auch gut so, dass ich Temperament habe. Es spricht dafür, dass der Stil irgendwie abhandengekommen ist, wenn Sie mir und den Menschen mit Ihrer Bemerkung insinuieren wollen: Herr Gottschalk, egal was Sie genommen haben, nehmen Sie weniger davon! – Vielleicht habe ich etwas genommen, das man Erkenntnis oder Wissen nennt, weil ich ein paar Ausbildungen habe.
Aber dass so man aus der Haut fährt, wie Sie das eben vorgegeben haben!
Dass man, wenn Sie all die Anträge, die ich genannt habe – Tarif auf Rädern, Abschaffung des Solis, entsprechende Erhöhung des Grundfreibetrages, Erhöhung der Pendlerpauschale –, ablehnen – seit 16 Jahren haben Sie nichts getan; die letzte Reform von Herrn Schröder hat Frau Merkel dankend angenommen, und dann haben Sie die Hände in den Schoß gelegt –, als Mensch, der die Wirtschaft und dieses Land liebt, aus der Haut fährt, ist gut und richtig so. Ich verbitte mir aber solche Bemerkungen, die insinuieren, dass ich für meine Reden und mein Temperament vielleicht irgendwelche anderen Mittel brauche. Ich nehme Wasser, und das langt mir.
Vielen Dank.