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212. Sitzung
Dienstag, 11. Februar 202520. Wahlperiode, 212. SitzungZur Situation in Deutschland
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Nein. – Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, es gibt nicht nur den 23. Februar; es gibt auch den 24. Februar.

Zurufevon der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ah!

– Ja, den gibt es auch. – Sie haben jetzt drei Jahre lang versucht, in Deutschland linke Politik zu machen gegen den erkennbaren Mehrheitswillen unserer Bevölkerung.

Beifallbei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP

Das können Sie, egal wie die Bundestagswahl ausgeht, ab der übernächsten Woche hier nicht mehr fortsetzen.

Zurufevon der SPD

Und wir werden möglicherweise miteinander reden müssen.

Ich will Ihnen nur eine Einschätzung für die nächste Wahlperiode geben.

Zurufvon der SPD: Peinlicher Auftritt!

Meine Damen und Herren, die nächste Regierung bzw. die nächste parlamentarische Mehrheit für eine Regierung hier im Deutschen Bundestag

Das wird ein Spaß!

wird möglicherweise eine der letzten Chancen haben, die großen Probleme, die wir in unserem Lande haben, gemeinsam – –

Zurufevon der SPD

– Darf ich noch einmal auf diese Zwischenrufe eingehen?

Zurufevon der SPD und der AfD

Ich wollte Ihnen das eigentlich ersparen, aber, meine Damen und Herren, ich will das vielleicht doch noch mal in Erinnerung rufen: Sie haben in dieser Wahlperiode in den Deutschen Bundestag – ich habe mir die Zahlen noch mal geben lassen – ungefähr 350 verschiedene Gesetzentwürfe eingebracht.

Was haben Sie denn gemacht?

– Ja, ich sage es Ihnen; deswegen spreche ich hier. – Wir haben von diesen Gesetzentwürfen Ihrer Koalition genau 192 Gesetzentwürfen zugestimmt. Das ist mehr als die Hälfte gewesen.

Wow! Super Regierung!

Von den Gesetzentwürfen, die wir hier in den Deutschen Bundestag eingebracht haben, haben Sie nicht einem einzigen zugestimmt. Nicht einem einzigen!

Beifallbei der CDU/CSU
Zurufevon der SPD

Hören Sie auf, uns hier im Deutschen Bundestag den Vorwurf zu machen, dass wir nicht bereit gewesen wären, mit Ihnen zusammenzuarbeiten!

Beifallbei der CDU/CSU

Von uns haben Sie alles abgelehnt; Ihren Vorschlägen haben wir mehr als zur Hälfte zugestimmt. Eine konstruktivere Opposition als die, die wir in den letzten drei Jahren Ihrer Politik gegenüber waren, werden Sie nicht noch einmal finden,

Beifallbei der CDU/CSU
Zurufevon der SPD

obwohl wir vieles von dem, was Sie hier vorgetragen haben, einfach nicht geteilt haben.

Zurufevon der SPD

Aber, meine Damen und Herren, ich sage es noch mal zum Abschluss: Wir werden in der nächsten Wahlperiode eine Regierung und eine parlamentarische Mehrheit brauchen, die es ermöglichen,

Nach 20 Minuten wissen wir immer noch nicht, was Sie vorhaben!

Jetzt Ihr Plan!

den großen Herausforderungen unseres Landes wirklich zu begegnen: in der Migrationspolitik, in der Wirtschaftspolitik und in der Innenpolitik.

Und wenn das nicht gelingt, liebe Kolleginnen und Kollegen, dann werden wir es nicht mehr nur mit 20 Prozent Rechtspopulismus zu tun haben.

Korrekt! Jetzt haben Sie mal recht! Grüße aus Österreich!

Dann werden eines Tages die Rechtspopulisten nicht nur eine Sperrminorität hier im Bundestag haben, die keine Verfassungsänderungen mehr ermöglicht; dann werden sie möglicherweise in die Nähe der Mehrheit kommen.

Beifallbei Abgeordneten der AfD

Diese Verantwortung tragen alle demokratischen Parteien der politischen Mitte unseres Landes. Auch Sie!

Hauptsache Schuldenbremse! Dann ist alles gut!

Zurufevon der SPD

Deswegen sage ich es Ihnen noch einmal: Es gibt den 23. Februar; bis dahin werden wir um die Mehrheit in unserem Lande hart kämpfen. Aber es gibt auch den 24. Februar, und dann sollten die, die da rechts rumschreien, nicht noch stärker werden,

Das entscheidet der Wähler!

sondern dann sollten wir in der breiten politischen Mitte unseres Parlaments in der Lage sein, die Probleme unseres Landes zu lösen,

Beifallbei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP

und zwar so zu lösen, dass der Populismus in unserem Land, sei er von links oder sei er von rechts, nicht noch stärker wird.

Beifallbei der CDU/CSU

Das ist eine Verantwortung, der Sie sich nicht entziehen können und der wir uns auch nicht entziehen werden, meine Damen und Herren. Vor dieser Aufgabe stehen wir spätestens in der übernächsten Woche.

Beifallbeim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der SPD

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