Danke, Herr Spahn, dass Sie die Frage zulassen. – Wir reden ja über die Preissteigerungen. Jetzt ist Ihnen sicher genauso bekannt wie mir, dass ein wesentlicher Treiber der Preise zurzeit die Energiepreise sind. Sie haben auch richtigerweise festgestellt: Das ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. – Jetzt habe ich von Ihrer Fraktion noch nicht wahrgenommen, dass Sie irgendetwas getan hätten, um im Energiebereich die Nachfrage zu erhöhen.
Die Nachfrage wäre sehr leicht zu erhöhen, wenn wir mal darüber nachdenken, ob die Sanktionen, die wir verhängen, insbesondere im Energiebereich, uns eher schaden, die Preise treiben, oder uns nutzen. Würde es nicht – sind Sie mit mir der Auffassung? – unabhängig davon, dass der Krieg verbrecherisch ist – das ist unbestritten –, wenn wir, für eine Übergangszeit jedenfalls, weiter Öl und Gas beziehen, die Nachfrage eher erhöhen und damit auch die Preise senken?
– Entschuldigung: das Angebot erhöhen und damit die Preise auch senken. – Würden Sie darüber nachdenken, ob man, statt solche Anträge einzubringen,
die teilweise nicht zielführend sind, über ganz normale ökonomische Vorgänge, die wir selbst momentan von der Wirkung her ins Gegenteil verkehren, nicht eine Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger hinkriegen würde?
Also, ganz konkret gefragt: Sind Sie der Auffassung, dass wir über eine Steigerung des Angebots bei Gas und Öl
– und gegenwärtig sind nur die Russen dazu in der Lage, das zu ermöglichen – auch unsere Preise stabilisieren könnten?