Ich habe es ja gerade gesagt: Wir schauen uns die Flächenkulisse sehr genau an. Also, es gibt bestimmte Definitionen, beispielsweise für Landschaftsschutzgebiete; das Instrument kennen nicht alle Länder. Wir schauen uns zweitens den bürokratischen Aufwand bei der Umsetzung an. Und wir schauen uns drittens genau an, was das Referenzjahr ist und was an Vorleistungen einberechnet wird.
Gehen Sie mal davon aus, dass der Bundesagrarminister da im Film ist und sich dafür einsetzt, dass eine ausgewogene Lösung gefunden wird, schließlich haben wir berechtigte Interessen. Ich meine, wir machen das ja nicht aus Jux und Tollerei. Wir machen das, weil wir einen dramatischen Artenschwund haben; wir machen das, weil wir eine dramatische Situation haben, gegen die wir etwas unternehmen müssen. Das Ganze müssen wir aber so machen – das habe ich vorher auch gesagt –, dass wir dabei nicht über das Ziel hinausschießen.
Ich habe die Position Brüssels so wahrgenommen wie bei Tarifverhandlungen: dass man erst mal das Maximum fordert, um dann zu schauen, dass man auch einiges davon umsetzt. Wir schauen uns das in der Praxis an, damit es auch für Deutschland funktioniert. Das muss einfach in allen Mitgliedsländern funktionieren, und da haben wir einige Fragezeichen. Ich habe sie ja gerade genannt, die muss ich nicht wiederholen.
Nein, noch eine Nachfrage dürfen Sie nicht stellen, weil Sie ja nicht der ursprüngliche Fragesteller waren. – Okay, ich höre gerade, dass die Präsidentin heute ihren großzügigen Tag hatte. Dann will ich dem nicht nachstehen und lasse die Nachfrage noch zu. Danach kommt Herr Hocker, dann kommt Herr Straubinger, und dann gucken wir mal, damit wir wenigstens eine Runde durch die Fraktionen durchziehen; das muss möglich sein. Und der SSW möchte auch fragen, und das soll auch möglich sein. – Bitte schön.