Sehr geehrter Herr Präsident, ich antworte sehr gerne. – Ich bin Abgeordnete aus einem Wahlkreis mit zwei Endlagern, davon eines vermeintlich – Schacht Asse II und Schacht Konrad –, in denen zukünftig wahrscheinlich schwach- bis mittelradioaktiver Abfall gelagert wird,
wo immense Kosten entstanden sind. Wir haben in Deutschland immer noch kein erklärtes Endlager.
Wir werden die Ergebnisse der Endlagersuche wahrscheinlich erst in den 2080er-Jahren haben. Bis ein Endlager bei uns gebaut ist, wird es wahrscheinlich 2100 sein.
Dann beginnen wir mit der Einlagerung. Das alles sind erst mal die Fakten – mal ganz abgesehen davon, welche Gefahren von Atomkraftwerken ausgehen.
Das haben wir spätestens bei Fukushima gesehen.
Natürlich haben wir im Koalitionsvertrag auch Maßnahmen aus Wissenschaft und Forschung eingebracht, um zu sehen, was mit Kernenergie zukünftig möglich ist. Aber das heißt nicht, dass wir uns auf den Weg zurück zu Atomkraftwerken machen.
Was Ihre Frage anbelangt: Man muss Ihnen leider vorher ein bisschen erklären, was der Grund dafür ist.
– Und lassen Sie mich bitte ausreden, wenn ich Ihre Frage beantworte.
Frau Kollegin, Sie haben das Wort, und es sollte für alle akustisch verständlich sein, was gesagt wird.
Ich muss Ihnen vorher erklären, warum diese Kosten da sind.
Der Grund dafür, dass man zu diesem niedrigen Preis kommt, ist erst mal der, dass die Schweiz diese Energie natürlich mit staatlichen Investitionen ohne Ende pusht.
Das ist kein Unternehmerstrompreis, der sich dort abbildet, sondern ein Strompreis, der sich ganz klar mit staatlichen Investitionen abbildet.
Dazu kommt noch die international aufgelegte Risikoanalyse der Versicherungsunternehmen, in der ausgeführt wird, dass dieser Preis sich dementsprechend entwickelt, weil auch die Schweiz nachweislich noch kein Endlager hat. Sie forscht daran; sie hat vor, eins zu bauen. Aber es ist letztendlich noch nicht da. Es sind viele Faktoren, und dieser Preis ist einfach unreell.
Danke.
Vielen Dank. – Nun erteile ich zu seiner ersten Rede Dr. Alaa Alhamwi von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen das Wort.