Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich sehr, dass wir heute auch das Thema Tourismus ansprechen dürfen. Der Unterschied zur Ampel und zu den Grünen ist, dass wir erkannt haben, dass wir einen Einklang brauchen zwischen Wirtschaft, Ökonomie und Soziologie. Und auch die Wettbewerbsfähigkeit ist ein Riesenpunkt. Deshalb setzen wir, anders als Sie, auch auf Wachstum für die Wirtschaft, meine Damen und Herren.
Wenn wir die Bruttowertschöpfung des Tourismus anschauen, dann liegen wir bei mehr als 105 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Bruttowertschöpfung der Automobilbranche liegt bei 127 Milliarden Euro. Und berücksichtigen wir auch noch die indirekten Effekte, dann liegt der Tourismus bei einer Bruttowertschöpfung von 213 Milliarden Euro. Damit ist er unbestreitbar ein Wirtschaftsmotor; er hat sogar eine enorme Bedeutung für unsere Wirtschaft. Das haben wir als Koalition auch erkannt.
Daher herzlichen Dank an unsere Frau Ministerin. Sie bildet gemeinsam mit Christoph Ploß, dem Koordinator für Maritime Wirtschaft und Tourismus, ein starkes Team für den Bereich Tourismus.
Und auch der Mittelstand ist wichtig ist für den Tourismus. Ich danke daher auch der Mittelstandsbeauftragten Gitta Connemann.
Ich bedanke mich auch für das offene Ohr, das Sie haben, Frau Ministerin. Dadurch konnten wir schon in den ersten Wochen einige Probleme für unseren Tourismus lösen.
Der Tourismus beschäftigt fast 3 Millionen Menschen in Deutschland, das sind rund 7 Prozent der Arbeitnehmer. Diese tragen maßgeblich zu unserem Wohlstand bei. Deshalb ist es wichtig, dass wir trotz dieser positiven Zahlen auch die Herausforderung des Tourismus ernst nehmen. Deswegen setzen wir im Unterschied zur Ampel vorher auf Wachstum. Wir wollen die wirtschaftlichen Potenziale des Tourismus national und auch global weiter ausschöpfen. Denn der Tourismus ist Teil des internationalen Wettbewerbs, und da müssen wir uns genauso positionieren.
Entscheidender Akteur ist zum Beispiel auch die Deutsche Zentrale für Tourismus. Sie vermarktet Deutschland international als attraktives Reiseziel, unterstützt die heimischen Anbieter durch zielgerichtete Marktforschung und effektive Werbemaßnahmen. Leider mussten wir feststellen, dass die Haushaltskürzung bei der DZT in der letzten Wahlperiode nicht ohne Folgen blieb. Besonders in wichtigen Märkten wie Ostasien und Nord- und Südamerika führte dies zu einer Schwächung der Marktpräsenz deutscher Anbieter. Deshalb freut es mich sehr, dass wir bereits zu Beginn der Wahlperiode die im Koalitionsvertrag vereinbarten Haushaltsmittel von 40 Millionen Euro bestätigen können.
Damit setzen wir einen weiteren Punkt des Koalitionsvertrages um und setzen ein starkes Signal sowohl für die Branche als auch für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Reiseland.
Wir setzen uns dafür ein, dass es auch weitergeht, dass es zusätzliche Impulse gibt. Da haben Sie, Frau Ministerin, die richtigen Weichen gestellt. Klar gehört Bürokratieabbau mit dazu, das gilt generell, aber auch die Anhebung der Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter auf 30 Prozent und die Investitionen in die E-Mobilität helfen unseren touristischen Unternehmen.
Darüber hinaus arbeiten wir an weiteren Schritten, um die Tourismusbranche zu stärken, nämlich an der Einführung der Umsatzsteuer in Höhe von 7 Prozent für die Gastronomie; denn Tourismus ohne Gastronomie ist nicht vorstellbar,
an der Einführung der flexiblen Wochenarbeitszeit, die sowohl den Bedürfnissen der Arbeitnehmer als auch der Unternehmer gerecht wird und die die Realität der Arbeitswelt abdeckt, und am notwendigen Ausbau der Infrastruktur. Das betrifft die Straße; wichtigstes Reisemittel in Deutschland ist das Auto, den Flugverkehr; es ist wichtig, dass Menschen zu uns kommen können, aber auch, dass attraktive Angebote für Reisen ins Ausland gemacht werden können und wir somit wettbewerbsfähig bleiben, und natürlich auch die Zuverlässigkeit der Bahn.
Meine Damen und Herren, wir sind hier auf dem richtigen Weg. Reisen trägt mit zur Völkerverständigung bei. Tourismus ist wichtig, und jeder Euro, den wir für unseren Tourismus einsetzen, ist es wert.
Ich freue mich auf die Beratungen und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.
Vielen Dank. – Georg Schroeter hält jetzt für die AfD-Fraktion die nächste Rede; das ist seine erste.