Vielen Dank für die Glückwünsche. – Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nach dieser obskuren evangelikalen Bibelstunde von gerade freue ich mich,
dass ich jetzt im Bereich Wirtschaft und Energie zum Abschluss auch noch mal über den Bereich Tourismus sprechen darf; denn selbstverständlich ist auch das ein wichtiger Wirtschaftszweig. Das ist für die AfD vermutlich deswegen nicht nachvollziehbar, weil Tourismus immer auch etwas mit Weltoffenheit zu tun hat. Ich kann verstehen, dass Sie damit Probleme haben.
Wie bereits erwähnt, ist positiv anzumerken, dass es gelungen ist, den Ansatz für die Deutsche Zentrale für Tourismus stabil zu halten – entgegen der Vorausschau des allerersten Entwurfs, den wir vorliegen hatten –; denn die Deutsche Zentrale für Tourismus ist natürlich die wichtigste Marketingorganisation des Bundes, um den deutschen Tourismusstandort in der Welt zu bewerben. Jeder Euro, den wir dort investieren, bestärkt den positiven wirtschaftlichen Trend, den die Tourismusbranche in den letzten Jahren erfahren hat. Das ist der richtige Weg. Auf dem sollten wir weitergehen.
Ja, zu globaler Wettbewerbsfähigkeit, liebe Kolleginnen und Kollegen der Union, gehört natürlich auch das Thema „Visavergabe an Touristinnen und Touristen“. Das ist sicherlich auch noch eine Baustelle, an der wir gemeinsam arbeiten müssen. Tourismus schafft Arbeitsplätze. Tourismus erhält Wirtschaftskraft. Tourismus stärkt Infrastruktur und nutzt damit natürlich auch den Einheimischen. Tourismus trägt aber eben auch zum Image unseres Landes bei – als ein weltoffenes, verantwortungsbewusstes und umweltbewusstes Land, als das wir gerne wahrgenommen werden wollen.
Lieber Kollege Schmidt, zur Ehrlichkeit gehört aber auch, zu sagen, dass an dem Ansatz der Nationalen Tourismusstrategie in der letzten Periode ein bisschen zu viel Gesprächskreischarakter und zu wenig Strategie zu sehen war. Deswegen wollen wir natürlich darauf neu aufbauen und mit den guten Ergebnissen, aber auch neuen Ansätzen darauf hinwirken, dass wir das besser machen können. Ihre konkreten Vorschläge dafür sind uns gerne willkommen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen der Union, insbesondere der CSU, lieber Michael Kießling, ich traue euch und Ihnen selbstverständlich mehr zu, als der bayerische Ministerpräsident das gestern wieder getan hat. Er hat gestern in meinem Wahlkreis erklärt, dass es in jedem bayerischen Dorf mehr gesunden Menschenverstand gäbe als im Berliner Regierungsviertel. Ich bin mir relativ sicher: Wir haben gemeinsam genug Menschenverstand, diesen Haushalt auf einen guten Weg zu bringen. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen.
Als letzter Redner in dieser Debatte werbe ich natürlich kurz vor der Sommerpause auch noch mal für unsere einheimischen Tourismusdestinationen, insbesondere für die bayerischen, in meinem Fall auch für die bayerisch-schwäbischen.
Machen Sie Ihren Urlaub in der Heimat! Machen Sie ihn gerne von Lindau am Bodensee bis nach Nordschwaben, zum UNESCO-Geopark Ries! Sie sind dort herzlich willkommen.
Danke schön.