Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich bin sehr froh, dass wir heute diesen Antrag debattieren und auch darüber abstimmen. Mit diesem Antrag wird die wirklich herausragende, sinnstiftende, großartige Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge gewürdigt. Der Volksbund pflegt über 830 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern. An diesen über 830 Kriegsgräberstätten sind mindestens 2,8 Millionen Tote beerdigt.
Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen, ich halte es für richtig, dass wir den Volksbund stärker unterstützen, dass wir mit diesem Antrag auch zum Ausdruck bringen, dass wir diese herausragende Gedenk- und Erinnerungsarbeit entsprechend zu respektieren und zu würdigen wissen. Ich hatte selbst Anfang August 2013 die Gelegenheit, unsere Fraktion bei der Einweihung des größten deutschen Soldatenfriedhofes in der Nähe von Smolensk in Russland mit dem damaligen Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière zu vertreten. Das war noch vor der schrecklichen Invasion auf der Krim. Ich muss ganz ehrlich gestehen: Ich hatte da schon den Eindruck, dass gerade die gemeinsame Einweihung dieses deutschen Soldatenfriedhofs, wohlgemerkt mit der russischen Seite, durchaus ein Pflänzchen Hoffnung war. Deswegen bin ich nach wie vor der festen Überzeugung, dass das, was der ehemalige luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker gesagt hat, nach wie vor richtig ist: „Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen!“
Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen, neben guten Lehrkräften sind aus meiner Sicht authentische Orte die besten Pädagogen. Soldatenfriedhöfe sind gute Pädagogen, weil sie zum Frieden mahnen, weil diese wichtige Erinnerungs- und Gedenkarbeit gerade in der heutigen Zeit in keiner Weise vernachlässigt werden darf.
Ich möchte aber dem Volksbund nicht nur für das danken, was er für die Vergangenheit macht, sondern vor allem auch für die hervorragende Bildungs- und Jugendarbeit. Jedes Jahr besuchen mehr als 30 000 Jugendliche aus Deutschland die Seminare des Volksbundes in anderen Ländern, in den Jugendbildungsstätten des Volksbundes in Frankreich, in den Niederlanden, in Belgien, und nehmen unheimlich viel von dort mit. Ich hatte die Gelegenheit, mit einigen Jugendlichen aus meinem Wahlkreis zu sprechen. Wenn sie mindestens zwei Wochen dieses Praktikum absolviert haben – unentgeltlich, wohlgemerkt –, kommen sie als andere Menschen, verändert zurück. Deswegen möchte ich auch für diese sehr wichtige Bildungs- und Jugendarbeit danken.
Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen, ich möchte natürlich vor allem den hauptamtlichen Mitarbeitern des Volksbundes ganz herzlich danken. Aber erlauben Sie mir bitte, zum Abschluss auch denjenigen zu danken, die sich ehrenamtlich für den Volksbund einsetzen: den Mitgliedern der Soldaten-, der Krieger- und Reservistenkameradschaften, die bei schlechtem Wetter an Allerheiligen oder am Volkstrauertag bei Haussammlungen Geld sammeln. Der Volksbund lebt natürlich von der Unterstützung durch den Bund, und es ist gut, dass wir in diesem Jahr 2 Millionen Euro mehr zur Verfügung stellen.
Herr Kollege.
Er lebt aber vor allem auch von dem großartigen ehrenamtlichen Engagement. Dem gelten großer Dank und hohe Anerkennung.
Ich darf für die AfD-Fraktion den Abgeordneten Wendorf aufrufen und ihm das Wort erteilen.
– Es ist die erste Rede; das ist mir nicht angezeigt worden.
Lieber Herr Abgeordneter Wendorf, ich darf Sie zu Ihrer ersten Rede aufrufen.