Werte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Bei keiner Partei liegen Anspruch und Wirklichkeit, Schein und Sein so weit auseinander wie bei den Grünen.
Als Friedens- und Umweltschutzpartei gestartet, sind Sie als Kriegs- und Umweltzerstörungspartei gelandet.
Statt Politik für die schweigende Mehrheit zu machen, machen Sie Politik für eine laute Minderheit. Aus diesem Grund stehen die Grünen in bundesweiten Umfragen bei gerade einmal 11 Prozent.
Landesweiten Umfragen zufolge würden Sie in Baden-Württemberg den Ministerpräsidenten, in Rheinland-Pfalz die Minister und in Sachsen-Anhalt sogar die Abgeordneten verlieren.
Im Unterschied dazu eilt die AfD in bundes- und landesweiten Umfragen von Rekord zu Rekord. Bei Ihnen geht es abwärts, und bei uns geht es aufwärts. Das sollte Ihnen zu denken geben.
Während wir uns schon auf die Landtagswahlen freuen,
schlottern Ihnen die Knie. Aus diesem Grund hat Ihre Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge im Herbst ihrer Politkarriere den „Herbst des Klimawiderstandes“ ausgerufen.
Dabei spekulieren die Grünen auf ein Zusammenspiel ihrer Fraktion mit ihrem politischen Vorfeld. Die Vergangenheit hat gezeigt: Sie sind der parlamentarische Arm von Extinction Rebellion und Fridays for Future.
Sie sind die Schutzpatrone von wohlstandsverwahrlosten Gören und staatsalimentierten Wirrköpfen, die mit ihrer Sabotage rechtschaffende Bürger terrorisieren, von denen sie selbst abhängig sind.
Wir wollen keine Klimakleber und Kunstbeschmierer, wir wollen diese Personen aufrechter und ehrlicher Arbeit zuführen.
Werte Damen und Herren, für Pfingsten prognostizierte das europäische Wettermodell ECMWF Temperaturen von bis zu 39 Grad Celsius. Doch in vielen Regionen Deutschlands lagen die Temperaturen unter 20 Grad. In einigen Regionen Deutschlands sprangen sogar die Heizungen an. Auf 39 Grad wäre man nur dann gekommen, wenn man die Temperaturen der einzelnen Pfingsttage für das ganze Pfingstwochenende zusammengezählt hätte.
Im Volksmund heißt es: Knapp daneben ist auch daneben. Das Problem dabei: Bei der Prognose des Klimas in einigen Jahrzehnten vertrauen die Grünen ausgerechnet auf Schamanen, die noch nicht einmal in der Lage sind, das Wetter in einigen Tagen richtig zu prognostizieren.
Doch ein Katastrophenszenario wie das der Klimaapokalypse braucht ein glaubwürdiges Narrativ. Daran mangelt es Ihnen. Die vom Robert-Koch-Institut geschätzten Tausende Hitzetoten im Jahr erscheinen nicht auf den Totenscheinen, sondern in den Kristallkugeln von Quacksalbern.
Wenn dann auch noch der prognostizierte Dürre- und Hitzesommer im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt, bleibt die Frage übrig: Konnten die Tausende Hitzetoten etwa wegen Bodenfrost nicht beerdigt werden?
Werte Kolleginnen und Kollegen, das Programm der Grünen ist ein Programm der Verarmung und Verelendung unseres Landes und Volkes. Es erinnert an den Morgenthau-Plan. Mit diesem wollte das US-amerikanische Finanzministerium Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Agrarstaat ohne Industrie machen.
Grüne Politik ist jedoch viel schlimmer: Sie ist wie der Morgenthau-Plan, nur ohne Agrar, sie ist das Ende einer leistungs- und wettbewerbsfähigen Industrie-, Land- und Forstwirtschaft, sie ist das Ende unserer Kulturlandschaft. Dieser Politik der Verarmung und Verelendung stellen wir eine Politik des Fortschritts und Wohlstands entgegen. Wir lehnen Denk- und Sprechverbote ab, sowohl in der Politik als auch in der Wissenschaft. Wir befürworten Technologiefreiheit und -offenheit. Und nein, werte Kolleginnen und Kollegen der Grünen und der Linken, Ihr Gendergedöns und Klima-Voodoo sind keine Wissenschaft.
Wir werden eine bezahlbare und sichere Energieversorgung mit Kernkraftwerken gewährleisten
und damit unser Land und Volk mit CO2-freier, grundlastfähiger und flächenschonender Energie versorgen. Wir werden eine günstige und zuverlässige Mobilität mit Benziner und Diesel erhalten und damit unsere Automobil- und Zulieferindustrie mit ihren Hunderttausenden Arbeitsplätzen retten. Wir werden auch die Auflagen beim Bauen und Wohnen sowie das Heizungsgesetz abschaffen und damit unseren Bürgern ihren Traum von den eigenen vier Wänden ermöglichen. Und zu guter Letzt werden wir den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln nach guter fachlicher Praxis ermöglichen und damit unsere Bauern schützen
sowie unsere Verbraucher mit hochwertigen Lebensmitteln aus regionaler Erzeugung versorgen.
Vielen Dank.
Die nächste Rednerin in der Debatte: für die SPD-Fraktion Dunja Kreiser.