Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zu Recht sprechen wir hier im Haus all denjenigen den Respekt aus, die für unsere Sicherheit im Inland und im Ausland bereitstehen und für uns einstehen. Aber umso wichtiger ist es, am heutigen Tag der abschließenden Haushaltsberatungen über den Etat des Landwirtschaftsministeriums auch mal denjenigen Danke zu sagen, die für die Ernährungssicherheit in diesem Land sorgen, liebe Kolleginnen und Kollegen.
Trotz Hitzeperioden und Starkregen in Deutschland können wir in diesem Jahr feststellen: Eine überdurchschnittlich gute Getreideernte wurde eingefahren, fast 45 Millionen Tonnen. Das sind 15 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Heute bedanken wir uns bei den vielen Landwirtinnen und Landwirten, bei all den Erntehelfern, die bereitstanden, um mitzuarbeiten. Vielen Dank für Ihre Arbeit für unser Land!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, da es um Ernährungspolitik geht, will ich noch ein wichtiges Thema ansprechen. Über 10 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr im Müll. Damit könnte man circa 50-mal das Olympiastadion in Berlin füllen. Wir werfen viel zu viele gute Lebensmittel in Deutschland weg. Es ist aus meiner Sicht ganz entscheidend, dass die Politik hier nicht nur zuschaut, sondern auch handelt. So finde ich es richtig, dass wir die Haushaltsmittel für die Tafeln geschaffen haben. Diese ermöglichen, Lebensmittel weiter zu verwenden.
Ich finde außerdem, dass wir noch einmal auf die Voraussetzungen für das Mindesthaltbarkeitsdatum schauen müssen. Wir sollten hinterfragen, ob es wirklich richtig ist, so viele Lebensmittel wegzuwerfen. Die Antwort lautet aus meiner Sicht, dass es total sinnfrei ist, Lebensmittel, die lange Zeit haltbar sind, mit einem solchen Datum zu versehen, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wir sollten das bei Lebensmitteln, die eigentlich viel länger haltbar wären – dazu gehören Tee, Reis, Honig oder Nudeln –, überdenken. Wir brauchen dieses Mindesthaltbarkeitsdatum nicht bei so vielen Lebensmitteln. Wir dürfen nicht mehr so viele Lebensmittel wegwerfen, liebe Kolleginnen und Kollegen.
Ich möchte mich am Schluss meiner dreiminütigen Redezeit bei den Haushälterinnen und Haushältern bedanken. Liebe Esther Dilcher, vielen Dank, dass Sie die Beratungen in der Sommerzeit fortgesetzt haben. Das war sicherlich nicht immer vergnügungssteuerpflichtig, aber notwendig, weil wir Deutschland voranbringen wollen.
In diesem Sinne: Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und Glück auf!
Das Wort hat nun für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Abgeordnete Dr. Ophelia Nick.