Zum Inhalt springen
31. Sitzung
Donnerstag, 9. Oktober 202521. Wahlperiode, 31. Sitzung
16 VermerkeReaktionswert: hoch758 Wörter Im Protokoll lesen
Rednerwechsel

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren!

Sollen wir uns jetzt auch mal alle umdrehen? Oder sollen wir Ihnen zuhören, Frau Moll?

– Ach, mir ist das doch egal. Macht doch, was ihr wollt!

Halt! Frau von Storch, hören auch Sie jetzt bitte auf, hier reinzurufen.

Wieso denn?

Es ist jetzt wirklich gut. Das Thema ist aus meiner Sicht ein sehr wichtiges,

So ist es nämlich!

und ich finde das Verfahren hier gerade extrem unwürdig. Ich würde Sie jetzt einfach bitten, wieder zu einem ganz normalen Umgang in dieser Debatte zurückzukehren.

– Das gilt auch für die AfD-Fraktion.

Wer hat denn angefangen?

Gegenrufevon der CDU/CSU, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Oh!

Hören Sie jetzt mal auf! Wir sind auch nicht im Kindergarten. Frau Moll, warten Sie mal ab.

Zurufvon der AfD: Peinlich ist das!
Rednerwechsel

Ich warte. – Meine Uhr läuft!

Heiterkeitbei Abgeordneten der SPD, der CDU/CSU, der AfD, des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und der Linken

Ach Gott!

Peinlich sind die ganzen Zwischenrufe. Das will ich mal ganz klar sagen.

Beifallbei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD und der Linken

Mir reißt jetzt gleich der Geduldsfaden.

Abg. Beatrix von Storch [AfD] deutet auf die Fraktion der SPD

– Nee! Ich mahne hier die Dinge an, und das kann man einfach hinnehmen. Sie können hier nicht jede Sitzungsleitung kommentieren.

Beifallbei Abgeordneten der CDU/CSU, der SPD, des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und der Linken
Rednerwechsel

Jetzt darf ich? – Gut.

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf führen wir eine bundesweit einheitliche Pflegefachassistenzausbildung ein. Mit dem Pflegefachassistenzgesetz regeln wir nun, erstens, das Ausbildungsziel, zweitens, die Zugangsvoraussetzungen und, drittens, die Ausbildungsstruktur und -dauer. Das schafft Rechtssicherheit und stärkt die Teamarbeit in der Praxis.

Es ist die Grundlage dafür, dass Pflegekräfte auf allen Qualifikationsniveaus künftig verlässlich ausgebildet werden und in ganz Deutschland arbeiten werden können. Wichtig ist außerdem: Die Pflegeassistenz ist kein Endpunkt. Wer sich weiterentwickeln will, kann darauf aufbauen – mit Fachkraftausbildungen, Leitungsaufgaben oder Spezialisierungen.

Beifallbei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD

Natürlich, das löst nicht alle Probleme in der Pflege; aber es ist ein konkreter, realistischer Schritt nach vorn, weil es Ordnung schafft, Chancen eröffnet und Verantwortung klar verteilt.

Irritiert war ich übrigens über die Äußerung des familienpolitischen Sprechers der AfD-Fraktion in der öffentlichen Anhörung der Verbände. Er hat sich wie folgt öffentlich geäußert – ich zitiere –: Es ist ja gerade im Bereich der Pflegehelfer so, dass diese sich zu einem erheblichen Teil aus einem Personenkreis speisen, der aufgrund unterschiedlichster vorheriger Lebensverhältnisse in diesen Bereich der Pflege gegangen ist und an einer weiteren Ausbildung gar nicht interessiert ist, sondern einfach diese Arbeit erledigen will. Das ist ja auch in der Pflege so anerkannt, dass das eben Menschen sind, die aus bestimmten Motivationen heraus einfach diese Tätigkeiten und diese Arbeit mit Menschen machen wollen. Daraus leitete er die Frage ab – Zitat –: Soll der Pflegehelfer als, ich sage das mal: unterste Ebene der Pflege erhalten und im gleichen Umfang auch gefördert werden?

Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Pflegekräfte, die jeden Morgen hochmotiviert zur Arbeit gehen.

Beifallbei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der Abg. Simone Fischer [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

Ich habe selbst vor meiner Ausbildung zur Altenpflegerin und Weiterbildung zur Fachkraft in der Psychiatrie viele Jahre als Pflegehelferin gearbeitet. Was ich an dem heutigen Tag so lustig finde, ist, dass diese kleine Pflegehelferin von damals aus der untersten Ebene heute hier steht und dazu reden darf.

Beifallbei der SPD und der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN und der Linken

Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen, der vorliegende Gesetzentwurf zeigt: Wir gestalten Pflegepolitik mit Verstand, mit Verantwortung und mit Respekt vor denen, die sie tagtäglich leben.

Vielen Dank.

Beifallbei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU

Den Schluss in der Debatte macht für die Unionsfraktion Emmi Zeulner.

Beifallbei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD

Ähnliche Reden