Wertes Präsidium! Meine Damen und Herren! Liebe Sportfreunde! Lassen Sie uns heute mal über Sport reden, nicht über Klimaschutz, Gendertoiletten oder linke Kulturprojekte gegen rechts, sondern über etwas, was unser Land wirklich bewegt bzw. mal bewegt hat: Sportstätten, den Ort, wo Helden und Idole erschaffen werden. Doch wer sich unsere Sportstätten anschaut, sieht keine Bewegung mehr, sondern Verfall. Marode Hallen, einst Orte der Gemeinschaft und des Stolzes, sind heute Symbol Ihrer politischen Vernachlässigung.
In Berlin im Märkischen Viertel sind vier Hallen so heruntergekommen, dass man sie glatt als Lost Places für Influencer vermieten könnte. In Dresden mussten die Deutschen Meisterschaften im Wasserspringen abgebrochen werden – aus Angst, das Dach würde einstürzen; da wurde das gleiche Baumaterial verwendet wie bei der eingestürzten Carolabrücke. Und in Regensburg ist Ballsport verboten, weil sonst Schadstoffe von der Decke fallen könnten. „Kein Ball, kein Spaß, kein Sport“ – das ist das neue Motto im besten Deutschland aller Zeiten.
Aber klar, hier in Berlin, im Eiffelturm der politischen Selbstzufriedenheit, sieht man das anders.
Da ist Sport, wenn man beim Fridays-for-Future-Protest das Transparent hochhalten kann, da ist Bewegung, wenn man sich bei „St. Pauli gegen rechts“ warm klatscht oder die Nationalmannschaft mit der bunten Armbinde besucht,
während im Rest der Republik die Turnhallen auseinanderfallen.
Das ist der Zustand unseres Landes. Für linke Wohlfühlprojekte findet sich immer Geld: Millionen für Regenbogenwochen, Klimatheater und politische Umerziehung. Aber wenn es um unsere Kinder, um unsere Sportvereine, um unsere Sportstätten geht, dann heißt es: Tut uns leid, das sind freiwillige Aufgaben der Kommune.
In Nordhausen stecken Schülern Splitter im Fuß, weil der Parkettboden zerfällt. In Cottbus – meiner Heimat – braucht die traditionsreiche Rennbahn, das Lausitz Velodrom, dringend Millionen zur Sanierung. Doch die Stadt hat kein Geld – so wie viele andere Städte auch. Warum? Weil die Kommunen auf den von Ihnen erzeugten Kosten sitzen bleiben. Milliarden werden für Migration, Integration und Ihre sogenannte Kulturbereicherung ausgegeben, aber unsere Kinder müssen auf kaputten Böden turnen. Das ist keine Politik. Das ist ein Armutszeugnis.
Wir als AfD sagen: Es reicht. Wir fordern ein massives Sanierungsprogramm: über 40 Milliarden Euro in den nächsten acht Jahren. 90 Prozent davon muss der Bund tragen, damit auch strukturschwache Regionen endlich wieder atmen können. Die Förderung muss einfach, schnell und unbürokratisch sein. Es kann doch nicht sein, dass ein Bürgermeister mehr Zeit im Formulardschungel verbringt als ein Jugendtrainer in der Turnhalle.
Sport ist eben keine Nebensache. Sport ist Identität, Gemeinschaft, Stolz. Er formt Charaktere, schafft Freundschaften und hält unser Land gesund: körperlich und geistig. Schon die kleine DDR wusste: Wenn man in den Sport investiert, schafft man Leistung und Anerkennung. Aber unsere Bundesregierung, egal in welcher Farbkombination, investiert lieber nur in Ideologie statt in Zukunft.
Meine Damen und Herren, wir brauchen endlich wieder Bewegung in unseren Hallen und in den Köpfen derer, die unser Land regieren. Hören Sie auf, Deutschland kaputtzuverwalten. Investieren Sie in unsere Kinder, in unsere Sportvereine, in unseren Sport. Denn wer keine Sporthallen oder Trainingsplätze mehr hat, wird auch bald keine Leistungsträger mehr haben. Lassen Sie uns im Ausschuss für Sport und Ehrenamt dieses wichtige Thema besprechen, und sorgen Sie, Frau Staatsministerin Schenderlein, endlich dafür, dass in Deutschland wieder Bewegung reinkommt.
Vielen Dank und Sport frei!
Der nächste Redner in dieser Debatte ist Fritz Güntzler für die Unionsfraktion.