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31. Sitzung
Donnerstag, 9. Oktober 202521. Wahlperiode, 31. SitzungDem deutschen Volke – Unsere Zukunft gestalten und durch geeignete Familienpolitik sichern
17 VermerkeReaktionswert: sehr hoch858 Wörter Zwischenfrage Im Protokoll lesen
Rednerwechsel

Hochverehrter Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer! Es gibt ja manchmal Plenarreden, die haben schon einen gewissen humoristischen Charakter, vor allem, wenn man sich hier heute anhören kann, was so alles in der linken Filterblase über das Familienbild und die Familienpolitik der AfD ventiliert wird. Das ist schon spannend.

Das steht im Antrag! Mal lesen!

Vielleicht erst mal Folgendes: Wenn Sie das Familienbild haben, dass eine Familie immer dann ist, wenn Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, dann heißt das ungefähr so viel: Es gibt für Sie keine Familie. Denn dann ist alles und jeder eine Familie.

Beifallbei der AfD

Damit kann man diesen Begriff auch streichen.

Zurufder Abg. Kathrin Gebel [Die Linke]

Wenn Sie mal einen Blick in unser Programm werfen würden, dann wären Sie erschüttert, was da drinsteht.

Heiterkeitbei Abgeordneten der AfD

Denn wir haben gar nicht diesen rückwärtsgewandten Blick. Ich hatte es in meiner letzten Plenarrede schon gesagt: Eine Gesellschaft entwickelt sich nicht zurück. – Wir haben hier ja inzwischen wahlweise gehört, wir wollten zurück in die 50er-Jahre oder ins Jahr 1993; das war auch dabei. Nein, eine Gesellschaft entwickelt sich immer nach vorne. Und wir sind die Partei mit dem progressiven Familienbild. Wir wollen eine Weiterentwicklung in Richtung einer funktionierenden Gesellschaft und einer funktionierenden Familie.

Vielleicht noch ein paar Worte zur Abtreibung. Natürlich ist das für die Frau ein schwerwiegender Eingriff und eine schwerwiegende Entscheidung. Wir sollten uns aber klarmachen, dass bei jeder Abtreibung auch ein Kind stirbt.

Damit ist es die Entscheidung der Mutter, aber halt auch die Entscheidung über das Leben eines anderen Menschen.

Sie können überhaupt keine Kinder kriegen! Sie können da gar nicht mitreden!

Deswegen fordern wir, diese Frauen zu unterstützen und nicht unter Druck zu setzen, wie Sie glauben. Wir wollen sie unterstützen, dass sie diese Entscheidung zugunsten des Lebens treffen können.

Beifallbei der AfD

Herr Abgeordneter, würden Sie eine Zwischenfrage aus der Linkenfraktion gestatten?

Rednerwechsel

Aber natürlich, gerne doch.

Rednerwechsel

Sie haben jetzt lang und breit erklärt, dass alle anderen nicht wissen, was Familie ist. Aber jetzt will ich Sie mal ganz direkt fragen: Eine alleinerziehende Mutter mit Kind, ist das für Sie eine Familie, oder fehlt da vielleicht noch irgendwas?

Rednerwechsel

Eine alleinerziehende Mutter hat ja noch einen Vater.

Wir reden an der Stelle übrigens von getrennt erziehenden Familien. Natürlich sind wir uns bewusst, dass das Idealbild von der Familie, das wir gerne hätten, nicht immer realisierbar ist,

dass es Beziehungen gibt, die auseinanderbrechen, dass es Menschen gibt, die in der Familie viel Leid erfahren; auch für sie haben wir in unserem Programm und auch in diesem Antrag Hilfen vorgesehen. Natürlich unterstützen wir auch die alleinerziehende Mutter oder die getrennt erziehende Mutter. Auch dort gibt es einen Vater, und die meisten Väter wollen sich auch um ihre Kinder kümmern.

Das ist statistisch einfach falsch! Das sind falsche Behauptungen!

Also, wir haben dort eine Familie, die halt getrennt erzieht.

Beifallbei der AfD
Zurufder Abg. Ulle Schauws [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

Vorhin ist interessanterweise wieder so eine Abwertung der Mütter erfolgt. Frau Eißing hatte sie „Gebärmaschinen“ genannt. Wir kennen das ja auch schon von der „Herdprämie“, von dem „Heimchen am Herd“ und von all den Begriffen, die da durch die Gegend rauschen. Tatsache ist – neben dem Umstand, dass es zwei Geschlechter gibt –: Nur Frauen können Kinder kriegen. Das heißt, sie sind diejenigen, die die Kinder in die Welt setzen. Sie brauchen natürlich die Unterstützung ihrer Männer oder Partner und müssen in einer Familie Geborgenheit erfahren. Aber solche abwertenden Worte wie „Gebärmaschinen“ sollte man aus meiner Sicht nicht benutzen.

Beifallbei der AfD

Dann hat Herr Edelhäußer von „Lebenswirklichkeit“ gesprochen.

Ein bisschen unterkomplex! Ein bisschen!

Das finde ich sehr gut, weil eine gute Politik immer in der Realität verankert ist. Und zur Realität gehört – das werden Sie alle ganz im Geheimen auch nicht abstreiten können –, dass es nur zwei Geschlechter gibt, was aber Herr Edelhäußer interessanterweise wieder abgestritten hat.

Beifallbei der AfD
Zurufder Abg. Ulle Schauws [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]

Wir erkennen: Diese Koalition hat kein Konzept, wie sie die Geburtenrate steigern möchte, vor allem, wenn man wie Herr Edelhäußer die ganze Welt einladen möchte, um sie zu fördern. Unser Antrag enthält Vorschläge, wie man das Problem lösen kann.

Herr Abgeordneter.

Rednerwechsel

Sie sind herzlich eingeladen, das abzuschreiben. Dann geht es wieder aufwärts mit der Geburtenrate und mit unserem geliebten deutschen Vaterland.

Beifallbei der AfD

Für die letzte Wortmeldung in dieser Debatte darf ich für die SPD-Fraktion Truels Reichardt das Wort erteilen.

Beifallbei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU

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